Nach Aarau-Schüssen: Security erzählt bei Nau.ch von Horror-Rave

Nico Leuthold
Nico Leuthold

Aarau,

An einem einem Rave in Aarau fielen Schüsse. Eine Frau kam ums Leben, fünf Menschen wurden verletzt. Nun erzählt ein Security-Mitarbeiter was er erlebt hat.

Aarau Rave
Ein Security-Mitarbeiter erzählt gegenüber Nau.ch, wie er die Schüsse am Rave in Aarau erlebt hat. - keystone / Nau.ch / Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht auf Sonntag kam es in Aarau zu einer Schiesserei.
  • Bei einem Rave wurde eine junge Frau getötet, fünf Menschen wurden verletzt.
  • Bei Nau.ch erzählt ein Security-Mitarbeiter nun, wie er die Tat erlebt hat.

Am Sonntagmorgen um etwa 02.30 Uhr schlug das Grauen in Aarau zu.

Eine noch unbekannte Täterschaft eröffnete mit einer Pistole und einer Langfeuerwaffe das Feuer auf einen Rave. Fünf Menschen wurden dabei verletzt, eine 22-jährige Italienerin mit Wohnsitz in der Schweiz wurde getötet.

Über den oder die Täter lässt sich nur spekulieren. Auch bei der Frage nach einem Motiv tappen die Ermittlungsbehörden weiter im Dunkeln.

Hast du die Ereignisse rund um den Rave in Aarau mitverfolgt?

Nau.ch hat den Tatort besucht und konnte mit R.* sprechen. Er war am verhängnisvollen Abend als Security-Mitarbeiter am Rave im Einsatz.

Er berichtet: «Ich war gerade im VIP-Teil des Raves, als ich Schreie gehört habe.» Zuerst habe er deshalb gedacht, dass es ein Feuer gegeben habe.

«Die Schweiz ist ein sicheres Land, so etwas sollte nicht passieren»

R. erzählt sichtlich mitgenommen, er habe dann mit allen anderen nach dem Notausgang gesucht und die Leute vom Gelände geleitet. «Danach haben wir uns alle zusammen versteckt.»

«Die Schweiz ist ein sicheres Land, so etwas sollte nicht passieren», meint der Security-Mitarbeiter.

Darauf angesprochen ob er während der Tat Angst gehabt habe, meint R.: «Angst? Ja, doch. Eine normale Angst

Aber der Schock habe ihn geschützt. «Im Moment realisiert man gar nicht, was da eigentlich genau passiert.»

«Wenn so etwas passiert wie heute, musst du einfach Glück haben»

Mittlerweile könne er die Tat jedoch fassen und findet: «Das Schlimme ist ja eingetreten, aber es hätte noch viel schlimmer kommen können.»

Den Verletzten wünscht R. eine rasche Genesung. Und bedauert, dass es ein Todesopfer gegeben habe.

Wird der Täter von Aarau bald gefasst werden?

Er habe aber wegen der Schüsse in Aarau nicht das Gefühl, sich künftig mehr schützen zu müssen. Denn: «Wir schützen uns immer. Aber wenn so etwas passiert wie heute, musst du einfach Glück haben.»

R. meint, gegen eine solche Tat könne man sich gar nicht anders schützen.

*Name der Redaktion bekannt

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