Franken

687 Millionen Franken aus Maduro-Umfeld in der Schweiz gesperrt

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

687 Millionen Franken aus dem Umfeld von Nicolás Maduro sind in der Schweiz blockiert – der Bundesrat zieht die Geldbremse an.

venezuela
Maduro und seine Ehefrau wurden am 3. Januar in Caracas festgenommen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz hat 687 Millionen Franken aus Venezuela eingefroren.
  • Zwei Drittel waren schon zuvor wegen Strafverfahren blockiert.
  • Der Bundesrat will so Geld aus Maduros Umfeld stoppen.

Venezolanische Vermögenswerte von 687 Millionen Franken sind der zentralen Meldestelle für Geldwäscherei in der Schweiz gemeldet worden. Unterdessen wurde alle Gelder eingefroren, wie ein Sprecher des Bundes auf Anfrage von Keystone-SDA betätigte.

Zwei Drittel davon waren gestützt auf die Venezuela-Verordnung im Rahmen von Strafverfahren in der Schweiz bereits im Vorfeld eingefroren worden. Das teilt der Sprecher des Bundesamts für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag auf Anfrage weiter mit.

Nun wurden die verbleibenden 239 Millionen Franken ebenfalls eingefroren. Das Online-Medium «Tippinpoint» hatte zuerst darüber berichtet.

maduro
Maduro und seine Frau wurden am 3. Januar bei einer US-Militäraktion in der Hauptstadt Caracas festgenommen und in die USA gebracht. - keystone

Damit ist der gesamte Betrag, der der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) gemeldet wurde, gesperrt. Die venezolanischen Vermögenswerte von 687 Millionen Franken stammen aus dem Umfeld des von den USA verhafteten Präsidenten Nicolás Maduro.

Bundesrat will Gelder stoppen

Der Bundesrat möchte so sicherstellen, dass keine Gelder von Maduro und seinem Umfeld abfliessen können. Die der Stelle für Geldwäscherei gemeldeten Vermögenswerte betreffen 21 der 37 Personen, die in der Venezuela-Verordnung aufgeführt wurden.

Anfang Januar teilte der Bundesrat mit, dass keine Mitglieder der amtierenden Regierung von der vorsorglichen Sperrung betroffen seien.

Rechtliche Grundlage für die vorsorgliche Sperrung der Gelder: Das Gesetz über die Sperrung und die Rückerstattung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte ausländischer politisch exponierter Personen (SRVG).

Machte Trump mit der Verhaftung von Maduro in Venezuela einen Fehler?

Sollte sich erweisen, dass Gelder unrechtmässig erworben wurden, wolle die Schweiz sie der Bevölkerung von Venezuela zugutekommen lassen. Das teilte das EDA bereits Anfang Jahr mit.

Venezuelas Staatschef Maduro wurde Anfang Januar bei einer US-Militäraktion in der Hauptstadt Caracas festgenommen und in die USA gebracht. Ihm wird in New York wegen Drogenterrorismus der Prozess gemacht. An Maduros Stelle übernahm Delcy Rodríguez die Staatsführung. Rodríguez war zuvor Vizepräsidentin unter Maduro.

Kommentare

User #5256 (nicht angemeldet)

Bloss ist halt nur Maduro weg, seine Getreuen sind nach wie vor im Amt. Von einem wirklichen Regimewechsel ist Venezuela noch weit entfernt. Man darf aber weiter hoffen, solange die USA das Öl wollen, halten sie die Hand drüber. Den irren Kim würden sie nie so rausholen, obwohl der es verdient hätte, Nordkorea hat keine Ölquellen.

User #2468 (nicht angemeldet)

Die Schweiz leistet humanitäre Hilfe in seinem Land. Die wir mit den Steuern bezahlen. Jetzt weiss der BR.was zu tun wäre.

Weiterlesen

Venezuela
310 Interaktionen
Geheimtreffen
Nicolás Maduro
310 Interaktionen
Tür ging nicht zu
maduro wahlbetrug demonstranten festgenommen
8 Interaktionen
Venezuela

MEHR FRANKEN

x
66 Interaktionen
Trotz starkem Franken
«Teuscher-Haus»
17 Interaktionen
Neue Besitzerin
15 Interaktionen
25'000 Franken
8 Interaktionen
Bern

MEHR AUS STADT BERN

de
Abwehrsorgen
FC Breitenrain
2:2 gegen Biel
Wohlensee
5 Interaktionen
Lebensraum für Fische