40 Millionen Franken für Schweizer Hilfe im Jemen und in Äthiopien
Der Bundesrat will mit insgesamt 40 Millionen Franken zusätzliche Nothilfe leisten in Äthiopien und im Jemen. Das Geld sei dringend nötig für Schutz und Versorgung der Bevölkerung sowie zur Stabilisierung in der Region, schreibt er.

Der Bundesrat beschloss am Mittwoch, 29 Millionen Franken für Unterstützungsleistungen im Jemen und 11 Millionen Franken für die Hilfe in Äthiopien, wie er mitteilte. 20 Millionen Franken will das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) aus Eigenmitteln durch Verschiebungen im Budget aufbringen. Die anderen 20 Millionen Franken werden als Nachtragskredit dem Parlament beantragt.
Im Jemen führten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Huthi-Rebellen und Regierungskräften zu grossflächigen Vertreibungen innerhalb des Landes und zu einer Verschärfung der humanitären Krise, schrieb der Bundesrat. Zwei Drittel der Bevölkerung – rund 22 Millionen Menschen – benötigten mittlerweile humanitäre Hilfe.
In Äthiopien haben laut der Mitteilung die jüngsten Spannungen und die erneute Eskalation des Konflikts im Norden Auswirkungen auf die Bevölkerung. Zusätzlich belasteten Klima-Herausforderungen die Lebensgrundlagen. Die Schweiz will Menschen unterstützen, die von Konflikten und Vertreibung betroffen sind.
Die Geldmittel will der Bundesrat Partnerorganisationen wie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, dem Welternährungsprogramm, dem Uno-Kinderhilfswerk UNICEF, dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten sowie dem Norwegian Refugee Council und dem Danish Refugee Council zur Verfügung stellen.
Wo das möglich ist, werden lokale Organisationen eingebunden, die einen direkten Zugang zur Bevölkerung in den besonders vom Konflikt betroffenen Gebieten haben.










