Berner Kantonsverwaltung beantragt deutlich mehr Geld für IT
Die Berner Kantonsverwaltung hat für die Jahre 2027 bis 2029 Rahmenkredite von insgesamt 488,8 Millionen Franken für Informatikanwendungen beantragt. Damit steigen die Ausgaben im Vergleich zur laufenden Dreijahresperiode um fast 17 Prozent, wie die Finanzkommission des Grossen Rates am Mittwoch mitteilte.

Der Kostenzuwachs von insgesamt 102,3 Millionen Franken verteilt sich auf verschiedene Stellen. Die grösste absolute Zunahme verzeichnet die Finanzdirektion mit rund 49,7 Millionen Franken, wie die Finanzkommission (Fiko) in einer Mitteilung schrieb.
Auch bei der Kantonspolizei steigen die Ausgaben um 24,1 Millionen Franken an. Mit 119 Prozent steigen die Kosten bei der Staatskanzlei prozentual am stärksten. Demgegenüber fallen die beantragten Mittel bei der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion, bei der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion und der Bildungs- und Kulturdirektion tiefer aus als in der laufenden Periode.
Die Fiko misst der Steuerung und Transparenz der Vorhaben eine besondere Bedeutung bei, wie sie weiter schreibt. Sie fordert mit einer neuen Auflage eine präzisere Regelung der Zusammenarbeit bei neuen Projekten.
Die Staatskanzlei, die Direktionen und die Justiz unterbreiten dem Grossen Rat alle drei Jahre je einen Rahmenkredit für ihre Fach- und Konzernapplikationen. Die Kantonspolizei geniesst in der Informatik aus betrieblichen Gründen hohe Autonomie und unterbreitet dem Parlament deshalb einen eigenen Kreditantrag, wie es weiter hiess.






