Stadt Zürich

3,5 Zimmer für 7200.-: Wohnungen in Zürcher Luxustower stehen leer

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Zürich,

Im ehemaligen Swissôtel in Zürich-Oerlikon sind Luxuswohnungen entstanden. Doch viele von ihnen stehen leer. Und das seit über einem halben Jahr.

Zürich Oerlikon ZH
In den oberen Stockwerken des ehemaligen Swissôtel in Oerlikon ZH sind teure Wohnungen entstanden. - screenshot Oerlikon.One

Das Wichtigste in Kürze

  • 7200 Franken für eine 3,5-Zimmer-Wohnung in Oerlikon ZH scheint zu viel zu sein.
  • Denn viele der Wohnungen im Luxustower stehen seit Monaten leer.
  • Im obersten Preissegment sei eine Schwelle erreicht, sagen Experten.

Es ist eines von vielen Luxus-Umbauprojekten in und um Zürich. Das 85 Meter hohe, ehemalige Swissôtel in Oerlikon.

Im denkmalgeschützten Bauwerk sind von der 13. bis zur 27. Etage Wohnungen entstanden. Das Projekt nennt sich Oerlikon One Living.

Doch seit mehr als einem halben Jahr sind viele der 124 Wohnungen immer noch unvermietet, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Rund 20 stehen zurzeit noch leer.

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So würde sich der Blick auf Zürich aus der noch freien 3,5-Zimmer-Penthouse-Wohungen im ehemaligen Swissôtel-Turm präsentieren. - screenshot oerlikon.one

Mit bis zu 7200 Franken Miete für eine 3,5-Zimmer-Wohnung und rund 3400 Franken für eine 2,5-Zimmer-Wohnung sind die Preise auch entsprechend gesalzen.

Auch beim Hochhaus Alto Tower in Zürich Altstetten hapert es mit der Vermietung der 149 Wohnungen. Im Dezember – drei Monate vor dem Bezugsstart – standen noch mehr als die Hälfte der Wohnungen leer.

Heute sind es 29 Wohnungen, die noch zu haben sind. Eine 3,5-Zimmerwohnung kostet dort rund 3700 Franken Miete.

Kehrtwende – aber nur im Luxus-Bereich

Es scheint sich somit auf dem Wohnungsmarkt etwas zu verschieben. «Wir sehen sowohl auf Ebene Schweiz als auch im Kanton und in der Stadt Zürich ein deutlich rückläufiges Mietpreiswachstum», sagt Jörn Schellenberg, stellvertretender Leiter Immobilien Research bei der ZKB, zur Zeitung.

Somit könne die Nachfrage im hohen Preissegment mit dem Angebot nicht mehr so gut mithalten wie in den vergangenen Jahren.

Bist du bereit, über 2500 Franken für eine 3,5-Zimmer-Wohnung zu bezahlen?

Dass bei den Preisen eine Schmerzgrenze erreicht wurde, bestätigt auch Donato Scognamiglio von der Immobilienfirma Iazi. Einer der Gründe dafür sei die trübere Konjunktur. Viele Banker hätten ihre Stelle verloren und auch internationale Firmen seien nicht mehr bereit, «jeden Preis zu zahlen».

Doch der Ökonom macht dem «normalen» Wohnungssuchenden kaum Hoffnung. Denn: Dies betreffe vor allem das Luxus-Mietsegment. Das allgemeine Preis-Niveau bleibt gemäss Sconamiglio enorm hoch.

Eine Trendwende sei in diesem Bereich wegen der Wohnungsknappheit in Zürich nicht in Sicht.

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Kommentare

User #1972 (nicht angemeldet)

Der Staat sollte eingreifen und den Vermieter zwingen die Preise zu senken, Gegen seinen Willen!!

User #3519 (nicht angemeldet)

Also hat man es geschafft innert drei Monaten noch ca. 45 Wohnungen zu solchen exorbitanten Kosten zu vermieten. Wenn man das extrapoliert, könnte man damit rechnen, dass in zwei Monaten auch die anderen Wohnungen noch weggehen. Das es in dem Segment etwas länger dauern kann, bis eine Wohnung vermietet ist, damit hat man wohl gerechnet. Was auch nicht wirklich ein Problem ist, wenn man bedenkt, dass die Gesamtrendite aus Wertsteigerungen und Nettomieterträgen nur ca. 25%-30% sinkt. Klar es kommt erst mal kein Cash rein, aber das wird man wohl verschmerzen können. Aus Sicht Anbieter also alles richtig gemacht. Ich sehe hier weder eine Wende noch eine gute Nachricht für uns Normalmieter!

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