In Genf haben am Samstag rund 300 Menschen für Demokratie im Iran demonstriert. Der Demonstrationszug zog vom Bahnhof über die Rues-Basses zur Place de Neuve.
Noch immer herrschen die bärtigen alten Männer im Iran, die Mullahs, in Gottes Namen. In Genf forderten am Samstag rund 300 Menschen mehr Demokratie, nachdem die sogenannte Sittenpolizei in Teheran den Tod einer jungen Kurdin herbeigeführt hatte.
Noch immer herrschen die bärtigen alten Männer im Iran, die Mullahs, in Gottes Namen. In Genf forderten am Samstag rund 300 Menschen mehr Demokratie, nachdem die sogenannte Sittenpolizei in Teheran den Tod einer jungen Kurdin herbeigeführt hatte. - sda - KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
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Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 300 Menschen haben in Genf für die Demokratie im Iran protestiert.
  • Als Verwahrerin der Genfer Konventionen verurteilt die Stadt die dortigen Gewalttaten.
  • Die Organisatoren forderten die Schweiz auf, konkrete Massnahmen zu ergreifen.

In Genf haben am Samstag rund 300 Menschen für Demokratie im Iran demonstriert. Sie skandierten unter anderem «Frau, Leben, Freiheit» auf Französisch, Englisch, Persisch und Kurdisch. Die Schweiz solle konkrete Massnahmen ergreifen, wurde gefordert.

«Seit mehr als vier Monaten und dem Tod von Jina Mahsa Amini, für den die Sittenpolizei verantwortlich war, nur weil sie ihr Kopftuch falsch angelegt hatte, verteidigen Tausende von Menschen auf der Strasse die Rechte der Frauen und die Meinungsfreiheit», sagte Marie Barbey-Chappuis, Stadtpräsidentin von Genf, zu Beginn der Demonstration.

Verwahrerin der Genfer Konventionen

Mehr als 500 Menschen sind in der Zwischenzeit gestorben, und Tausende wurden verletzt, eingesperrt und vergewaltigt. Als Verwahrerin der Genfer Konventionen «verurteilt die Stadt Genf diese Gewalttaten» und den Missbrauch von Menschenrechten aufs Schärfste». Dies betonte die Stadtpräsidentin und garantierte den Demonstranten «die Unterstützung der Stadt in diesem Kampf».

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Die Organisatoren forderten die Schweiz auf, konkrete Massnahmen zu ergreifen. - keystone

Der Demonstrationszug zog vom Bahnhof über die Rues-Basses zur Place de Neuve. Iranische Flaggen aus der Zeit vor der islamischen Revolution, aber auch kurdische und balutschische Flaggen flatterten im Wind.

Die Organisatoren der Demonstration, darunter Ensemble pour l'Iran, die Gewerkschaften und Solidarités, forderten die Schweiz auf, konkrete Massnahmen zu ergreifen: die Ausweisung der diplomatischen Vertreter der «Mörderischen Republik Iran», ein Einfrieren der Vermögenswerte von Würdenträgern des Regimes und die Einstufung der Revolutionsgarden als terroristische Organisation.

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