Wie bereits im Vorjahr sind 2020 mehr Schweizer aus der Arbeitswelt ausgetreten als eingetreten. Ende Jahr waren rund 6000 weniger erwerbstätig.
Arbeit im Büro (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Ende 2020 waren 6000 Schweizer weniger erwerbstätig als zu Beginn.
  • Wie bereits 2019 traten 2020 mehr Schweizer aus dem Erwerbsleben aus als ein.
  • Insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen allerdings um 0,2 Prozent.

2019 und 2020 traten mehr Schweizerinnen und Schweizer aus dem Erwerbsleben aus als ein. Ende 2020 waren 6000 Personen weniger erwerbstätig respektive arbeitssuchend als zu Beginn des Jahres. Der Rückgang geht auf das Konto der Frauen und der Eingewanderten.

Ab Mitte der 1990er Jahre lagen die Arbeitsmarkteintritte der Frauen deutlich über den Austritten. Seit vier bis fünf Jahren hat sich die Situation jedoch geändert, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung vom Freitag schreibt: Die Austritte der Frauen aus dem Erwerbsleben entsprechen jetzt nahezu den Eintritten. Bei den Männern werden die Eintritte seit 25 Jahren grösstenteils durch die Austritte kompensiert.

Weniger Erwerbstätige in Schweiz eingewandert

Unter dem Strich nahm die Erwerbsbevölkerung (erwerbstätige und arbeitssuchende Schweizer und Eingewanderte) im Jahr 2020 um 0,2 Prozent zu von 5,344 Millionen auf 5,355 Millionen. Der Anstieg ist auf die Entwicklung bei den Frauen zurückzuführen, deren Anzahl im Erwerbsleben um 0,7 Prozent auf 2,465 Millionen zugenommen hat. Bei den Männern war die Entwicklung leicht rückläufig, um 0,2 Prozent von 2,895 auf 2,890 Millionen.

Pandemiebedingt sind 2020 deutlich weniger Erwerbstätige in die Schweiz eingewandert als in den zehn Jahren davor: Ihr Wanderungssaldo betrug nur 17'000 Personen, 27'000 weniger als im Jahr 2019.

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BFS