1. August: So bessern Sie Ihr Wissen zur Schweizer Geschichte auf

Nadine Brügger
Nadine Brügger

Bern,

Was geschah 1291 auf dem Rütli? Wer war Bruder Klaus und warum sind wir Alfred Escher zu Dank verpflichtet? Bücher, Filme und Dokus, die Antworten liefern.

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Willhelm Tell und sein Sohn Walter. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mangelndes Wissen in der Schweizergeschichte?
  • Nau hat fünf Publikationen zusammengetragen, die die Wissens-Lücken füllen.

Warum feiern wir den Geburtstag der Schweiz am 1. August? Wer war Werner Stauffacher, warum rief Bruder Klaus, «machet den Hag nicht zu weit» und wie war das nochmal mit dem Frauenstimmrecht?

Wer die Antworten auf diese Fragen nicht kennt, dem seien diese vier Publikationen ans Herzen gelegt.

Die Schweizer (SRF-Serie)

Das Schweizer Fernsehen erzählt mit seiner vierteiligen Serie «Die Schweizer» die Geschichte von der alten Eidgenossenschaft bis zum modernen Bundesstaat. In den mit Schauspielern und Historikern inszenierten Dokus werden nicht einfach Zahlen gekritzelt. Erzählt werden die Geschichten herausragender Schweizer, die den Lauf der Geschichte prägten.

SRF-Serie «Die Schweizer».
SRF-Serie «Die Schweizer». - SRF

Die Göttliche Ordnung (Spielfilm)

Wie war das nochmal mit dem Frauenstimmrecht in der Schweiz? Liebevoll und messerscharf zeichnet Regisseurin Petra Volpe das Bild der Schweiz in den Siebzigern. Sie erzählt die Geschichte der jungen Hausfrau und Mutter Nora, die plötzlich erkennt, dass sie mehr will, als die alten Traditionen zulassen: Gerechtigkeit.

Die Göttliche Ordnung (Petra Volpe, CH 2017)

Mitten in Europa (Buch)

Die Geschichte der Schweiz wäre eine andere, würden wir nicht genau hier liegen: Mitten in Europa. Wie unsere Nachbaren und deren Querelen die Schweiz geprägt haben und warum der 1. August nicht Geschichte, sondern Mythos ist, erklärt der Berner Historiker André Holenstein in seinem Werk «Mitten in Europa» so süffig, dass man immer mal wieder vergisst, hier eine Wissenschaftliche Abhandlung in Händen zu halten.

Mitten in Europa. Verflechtung und Abgrenzung in der Schweizer Geschichte, André Holenstein.
Mitten in Europa. Verflechtung und Abgrenzung in der Schweizer Geschichte, André Holenstein. - Hier und Jetzt Verlag

Chronologie der Schweiz (Homepage)

Zugegeben, es gibt schönere Darstellungsformen als das Layout von geschichte-schweiz.ch. Dennoch bietet die Seite einen raschen und nachvollziehbaren Überblick über die Entwicklung jenes Landes, das wir heute Schweiz nennen. Dabei kommen nicht nur die alten Eidgenossen und neuen Schweizer, sondern auch die Römer, Helvetier und Alemannen zum Zug.

Historisches Lexikon der Schweiz (Lexikon)

Wer sowieso schon online ist und noch tiefer gehen möchte, dem sei das Historische Lexikon der Schweiz ans Herzen gelegt. Zu den verschiedensten Stichworten haben Historiker hier mehr oder weniger lange Essays geschrieben. Eine Enzyklopädie sondergleichen, seit einigen Jahren auch Rücken- und Portemonnaie-schonend im Internet zu begutachten.

Kommentare

User #2996 (nicht angemeldet)

Was geschah 1291 in der heutigen Schweiz? 1291 setzte die Fürstäbtin Elisabeth von Zürich, damals die mächtigste Person in der heutigen Schweiz, ihren Meier, Ritter Arnold von Silenen, als Landammann in Uri ein. Am 15. Januar 1291 bezahlte das Kloster Wettingen den Turm zu Göschenen. Am 19. Februar 1291 bestätigte König Rudolf von Habsburg in Baden den Abgesandten des Tales Schwyz schriftlich , dass sie keine Unfreien als Richter annehmen müssten. Am selben Tag verpflichteten sich die Abgesandten von Zürich, für Rudolf bei der Stadt Erfurt eine Schuld zu begleichen. Im Gegenzug erliess der König der Stadt Zürich die Reichssteuer für zwei Jahre. Am 28. März 1291 gab das Kloster Wettingen sein Grundeigentum in Göschenen UR an die Fürstäbtin Elisabeth ab. Am 16. April 1291 verkaufte das Kloster Murbach seine Güter südlich des Rheins an Rudolf, so auch Luzern mit Gütern in NW und OW. Am 24. April 1291 betätigte der König in Basel den Kauf von Luzern durch das Kloster Murbach (Elsass). Am 30. Juni 1291 forderte der Fürstabt von Murbach die Bewohner von Luzern erfolglos auf, ihm den Treueid zu leisten. Am 24. Juli 1291 beschloss das reichsfreie Zürich, die Übernahme durch die Habsburger abzulehnen. Am 16. Oktober 1291 schlossen offenbar die Landammänner von UR und SZ mit Zürich ein Schutzbündnis. Am 20. Dez. 1291 erhielt Luzern seine Rechte zurück. (Der "Bundesbrief", datiert mit August 1291, entstand erst im 14. Jahrhundert; er versucht weitere Rechte zu belegen.)

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