Die St. Galler Kantonspolizei blickt nach eigenen Angaben auf einen weitgehend ruhigen Heiligabend zurück. Sie hat zwei mutmassliche Einbrecher gefasst. In zwei Fällen gingen Brände glimpflich aus. Und falsche Polizisten waren nicht erfolgreich.
Kantonspolizei St. Gallen
Ein Auto der Kantonspolizei St. Gallen steht am Ufer des Walensees. - Kantonspolizei St. Gallen

Gleich vier Einbrüche wurden der Kantonspolizei am 24. Dezember gemeldet. In Mels wurde in eine Schreinerei eingebrochen und Bargeld gestohlen. In Goldach wurde in ein Restaurant und eine Wohnung an derselben Adresse eingebrochen. Die unbekannte Täterschaft konnte Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken stehlen und hinterliess mehrere hundert Franken Sachschaden.

In Rorschach wurde bei einem Einbruchs in ein Einfamilienhaus Schmuck gestohlen und es entstand ein Sachschaden von rund 2000 Franken. Kurz vor Mitternacht wurde auch in in eine Wohnung in St. Margrethen eingebrochen, während die Bewohner schliefen.

Die Fahndung mit einem Personenspürhund war laut Angaben der Kantonspolizei erfolgreich. Am Bahnhof hätten zwei Personen beim Anblick der Polizei die Flucht ergriffen. Sie konnten festgenommen werden. Es handelte sich um zwei georgische Asylbewerber aus dem Kanton St. Gallen im Alter von 25 Jahren.

Ebenfalls erfolgreich waren zwei Polizisten in Vilters. Während einer Patrouillenfahrt fiel ihnen eine Person auf, die Gegenstände hinter einem Gebäude versteckte. Der Mann konnte trotz Fluchtversuch angehalten werden. Der 16-jährige algerische Asylbewerber aus dem Kanton St. Gallen habe mutmassliches Deliktsgut bei sich gehabt, das er verstecken wollte, schreibt die Kantonspolizei.

Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die sichergestellten Gegenstände aus mehreren Fällen von Diebstählen oder Einbrüchen stammen. Der Jugendliche werde sich vor der Jugendanwaltschaft verantworten müssen.

In neun Fällen mussten Polizeipatrouillen wegen zwischenmenschlichen oder persönlichen Problemen ausrücken. Für den Heiligabend habe in allen Fällen eine einstweilige Beruhigung in die Situation herbei geführt werden können. Die betroffenen Personen seien auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam gemacht oder in ärztliche Betreuung übergeben worden. Wo nötig würden Anzeigen an die Staatsanwaltschaft oder Berichte an Sozialbehörden verfasst.

In Oberuzwil und in Schwarzenbach gingen zwei Brandfälle glimpflich aus. Der Brand in einer Sauna in Oberuzwil konnte durch den Hausbesitzer selbständig gelöscht werden. In Schwarzenbach fing ein Adventskranz Feuer. Er konnte jedoch durch die Bewohner der Wohnung gelöscht und auf den Balkon befördert werden.

Ebenfalls im Dienst waren, wie die Kantonspolizei schreibt, offensichtlich falsche Polizisten. Es seien vier Meldungen von Betrugsversuchen von falschen Polizisten eingegangen. Die Angerufenen hätten glücklicherweise bemerkt, dass die aufgetischte Geschichte nicht stimme. Auch an Weihnachten gelte, dass die Polizei niemals Bargeld und Wertgegenstände von Privatpersonen zur sicheren Aufbewahrung abhole.

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