Eine 34-Jährige soll sich der Terrororganisation angeschlossen haben und mit einem IS-Kämpfer eine Jesidin als Sklavin schwer misshandelt haben. Nun wurde sie verurteilt.
Eine IS-Rückkehrerin aus Bremen wurde am Mittwoch zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
Eine IS-Rückkehrerin aus Bremen wurde am Mittwoch zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. - Markus Scholz/dpa-Pool/dpa/Archiv
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch eine IS-Rückkehrerin aus Bremen zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der Staatsschutzsenat sprach die 34 Jahre alte Mutter zweier Kinder wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Beihilfe zum Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch Versklavung schuldig.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) war. Sie war demnach 2014 nach Syrien ausgereist und dort nacheinander mit mehreren IS-Kämpfern verheiratet. Mit dem letzten Mann soll sie eine Jesidin als Sklavin gehalten und schwer misshandelt haben.

Die Bundesanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung keinen konkreten Antrag zum Strafmass gestellt.

Mehr zum Thema:

Bundesanwaltschaft Islamischer Staat Gericht Mutter Staat