Missbrauch von Aargauer Ex-Grossrat noch viel schlimmer
Gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Grossrat wurde Anklage erhoben. Der Fall ist deutlich schwerwiegender als bisher angenommen, wie SRF-Recherchen zeigen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein ehemaliger Aargauer SVP-Grossrat sitzt wegen schweren Vorwürfen in Untersuchungshaft.
- Nun zeigen neue Details: Der Missbrauchsfall ist wohl schlimmer als bisher bekannt.
- So soll der Beschuldigte eines der Opfer rund 140-mal missbraucht haben.
Der Missbrauchsfall um den ehemaligen Aargauer SVP-Grossrat ist wohl deutlich umfangreicher als bisher vermutet.
Wie SRF-Recherchen zeigen, soll der Beschuldigte das dritte Opfer über mehrere Jahre hinweg betäubt und sexuell missbraucht haben. Insgesamt rund 140-mal, wobei er die Taten gefilmt haben soll. Die betroffene Person leide bis heute unter den Folgen.

Bislang war öffentlich vor allem von zwei Opfern die Rede. Konkret handelt es sich um eine Frau und ihre minderjährige Tochter.
Vorwurf wegen mehrfach versuchtem Mord
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Politiker unter anderem mehrfach versuchten Mord vor. Der Grund: Er soll die Opfer durch den Einsatz von Sedierungsmitteln in akute Lebensgefahr gebracht haben.
Die eingesetzten K.-o.-Tropfen können bereits in geringen Mengen überdosiert werden. Eine Überdosierung kann zu einem tödlichen Atemstillstand führen.
Staatsanwaltschaft fordert Lebenslängliche Freiheitsstrafe
Die Staatsanwaltschaft fordert gegen den Ex-SVP-Grossrat eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Das ist die härteste Strafe, die das Schweizer Strafrecht vorsieht.








