US-Organisation rettet Millionen Äpfel und spendet sie an Hungernde

    Dennis Kittler
    Dennis Kittler

    USA,

    Wegen Rekordernten und Exportrückgängen finden Apfelbauern in den USA keine Abnehmer. Der Staat hilft ihnen nun – und tut zugleich etwas gegen den Hunger.

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    Im November hätten die Mostereien die letzten grösseren Mengen Mostobst verarbeitet und damit die Saison 2025 grossmehrheitlich abgeschlossen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA haben für 10 Millionen Dollar Äpfel gekauft und an Hungernde verteilt.
    • Die Apfelbauern haben aktuell Probleme, für ihre Ernte Abnehmer zu finden.
    • Durch die Aktion hilft der Staat zugleich den Bauern und armen Menschen.

    Eine Initiative hat in den USA Millionen Äpfel vorm Verrotten gerettet und an Bedürftige verteilt. Über ein Hilfsprogramm der Regierung wurden Äpfel im Wert von 10 Millionen Dollar (8,8 Millionen Franken) aufgekauft. Das Obst stammte von einem Dutzend Produzenten im Bundesstaat West Virginia. Anschliessend wurden die Äpfel an mehrere Wohltätigkeitsorganisationen im ganzen Land verteilt, die den Hunger bekämpfen.

    Die gemeinnützige Organisation «The Farmlink Project» kümmerte sich um mehr als die Hälfte des Überschusses. 10 Millionen Pfund Äpfel füllten fast 300 Lastwagen.

    «Es gibt jedes Jahr über 100 Milliarden Pfund Lebensmittelabfall in diesem Land», sagt Mike Meyer vom «Farmlink Project» gegenüber «NPR». «Wir brauchen nur sieben Milliarden, um die Ernährungsunsicherheit auf null zu bringen.» Mit dem Apfel-Programm würden nun Bauern unterstützt und der Hunger bekämpft.

    Apfel-Bauern finden wegen Rekordernten keine Abnehmer

    Dass es zu der Apfel-Aktion kam, lag an eher ungünstigen Faktoren. Die Apfelproduzenten in den USA haben in diesem Jahr Schwierigkeiten, Abnehmer für ihre Ernte zu finden. Christopher Gerlach von «USApple» erklärt dies mit einer Überproduktion, Rekordernten und um 21 Prozent gesunkenen Exporten.

    Essen Sie viel Obst?

    Auch das Wetter spielte eine Rolle. Hagelschlag machte viele Äpfel optisch unverkäuflich für den Frischmarkt.

    Äpfel Farmlink Project
    Dank eines Hilfsprogramms konnten in den USA Millionen von Äpfeln vorm Verfaulen gerettet werden. - Instagram/@farmlinkproject

    Die Folge: Apfel-Produzenten wie Carla Kitchen standen vor der Frage, ob sie die Äpfel gar nicht erst ernten und verfaulen lassen sollten. «Stell dir vor, 80 Prozent deines Einkommens hängen an den Bäumen. Und der Verarbeiter sagt, er will sie nicht», sagt sie. Zum ersten Mal in 36 Jahren hatte Kitchen keinen Abnehmer für den Grossteil ihrer Ernte gefunden.

    Staat will weitere 100 Millionen Dollar für Äpfel ausgeben

    Senator Joe Manchin aus West Virginia konnte das US-Landwirtschaftsministerium überzeugen, für die Äpfel der Produzenten seines Bundesstaates zu zahlen. Die Behörde kündigte zudem einen zusätzlichen Kauf von 100 Millionen Dollar an, um den Apfelüberschuss in anderen Bundesstaaten zu lindern. Dies ist der bisher grösste staatliche Kauf von Äpfeln und Apfelprodukten.

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