Indonesien bietet Gratis-Essen für Kinder und Schwangere an

    Umgerechnet 4 Milliarden Franken investiert Indonesien in kostenloses Schulessen. Damit sollen Wachstumsverzögerungen bei den Kindern beseitigt werden.

    Indonesien Gratis-Essen Kinder
    Indonesien hat am Montag ein Programm für kostenloses Schulessen gestartet. Neben Kindern essen auch Schwangere und stillende Mütter gratis. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Indonesien bietet für Kinder, Schwangere und stillende Mütter Gratis-Essen an.
    • Die Regierung will mit dem milliardenschweren Programm Wachstumsverzögerungen beseitigen.
    • Jedes fünfte Kind in Indonesien leidet an einer mangelhaften Ernährung.

    Kostenloses Essen für Kinder und Schwangere: Indonesien will mit einem milliardenschweren Programm die Entwicklung im Kindesalter fördern.

    Die Regierung hat am Montag das Programm für kostenloses Schulessen gestartet, um die Zahl der Kinder mit Wachstumsverzögerungen zu senken. Allein 2025 stehen 71 Billionen Rupien (rund 4 Milliarden Franken) bereit.

    Eine internationale Initiative unter dem Dach der Vereinten Nationen berät in Paris, wie jedes Kind auf der Welt bis 2030 Zugang zu Schulmahlzeiten erhält.
    Die indonesische Regierung investiert umgerechnet 4 Milliarden Franken in das Schulessen-Programm. (Symbolbild) - Franziska Kraufmann/dpa

    Neben Kindern und Schwangeren werden auch stillende Mütter mit kostenlosen Mahlzeiten versorgt. Bis 2029 sollen so fast 83 Millionen Menschen besser ernährt werden.

    Jedes fünfte Kind leidet an Mangelernährung

    In Indonesien leidet jedes fünfte Kind unter Wachstumsverzögerungen. Der Grund ist eine mangelhafte Ernährung.

    Bis 2045 will die Regierung die Zahl der betroffenen Kinder auf fünf Prozent senken. Präsident Prabowo Subianto hatte das Programm für kostenloses Schulessen im vergangenen Jahr im Wahlkampf versprochen.

    Prabowo Subianto.
    Indonesiens Präsident Prabowo Subianto hatte im Wahlkampf kostenloses Schulessen versprochen. (Archivbild) - keystone

    Fachleute sind allerdings skeptisch. Die Ärztin und Ernährungswissenschaftlerin Tan Shot Yen kritisiert etwa, dass das Programm nur in Städten getestet worden sei.

    Expertin fordert transparente Qualitätskontrollen

    Die Expertin mahnt zudem transparente Kontrollen und strenge Regeln an. So müsse sichergestellt werden, dass in den Küchen keine ungesunden und stark verarbeiteten Lebensmittel wie Instantnudeln genutzt werden.

    Sollte Schulessen grundsätzlich kostenlos sein?

    Bei den Kindern kommt das Programm derweil zum Start gut an. «Ich bin zufrieden, denn das Essen war lecker», sagte der Zweitklässler Khalifa Eldrian.

    In seiner Grundschule in der Hauptstadt Jakarta bekam er am Montag Reis mit Hühnchen und Gemüse sowie eine Banane. Satt könne er sich in der Schule auch «besser konzentrieren».

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    Kommentare

    User #1990 (nicht angemeldet)

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