Good News: Kleinste Meeresschildkröte nach 75 Jahren in USA entdeckt

    Milena Zürcher
    Milena Zürcher

    USA,

    Good News aus den Staaten: Erstmals seit 75 Jahren sind in den USA wieder Jungtiere der kleinsten Meeresschildkröten-Art gesichtet worden.

    Kemp's Ridley
    Eine frisch geschlüpfte Kemp's Ridley Meeresschildkröte auf ihrem Weg ins Meer. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Kemp's Ridley Meeresschildkröte ist vom Aussterben bedroht.
    • Nun wurden erstmals seit 75 Jahren wieder Jungtiere in den USA gesichtet.
    • Die Entdeckung weckt bei Wissenschaftlern Hoffnungen, dass sich die Population erholt.

    Ihr Zuhause ist der Golf von Mexiko, doch ihr Lebensraum wird zunehmend bedroht. Von den Kemp's Ridley Meeresschildkröten existieren nur noch wenige hundert Tiere. Doch nun sind die kleinsten Meeresschildkröten der Welt erstmals seit 75 Jahren in den USA geschlüpft.

    Wildtierexperten des Breton National Wildlife Refuge haben mehr als 53 Kemp's Ridley Meeresschildkröten in Nestern auf den Chandeleur-Inseln entdeckt. Ausserdem wurden zwei Jungtiere beim Gang ins Meer gesichtet, heisst es in einer Pressemitteilung der Küstenschutz- und Restaurierungsbehörde von Louisiana.

    Sichtung weckt Hoffnungen

    Die Kemp's Ridley Schildkröte ist eine vom Aussterben bedrohte Art, die vorwiegend im Golf von Mexiko beheimatet ist. Ihre Population blühte in den frühen 1900er Jahren auf. Zwischen den 50er und 80er Jahren ging sie jedoch drastisch zurück und erreichte einen Tiefstand von nur mehreren hundert Tieren.

    Zu den grössten Bedrohungen zählen der unbeabsichtigte Fang durch Fischer, die Zerstörung ihrer Nester, die Meeresverschmutzung und der Klimawandel. «Louisiana wurde vor Jahrzehnten weitgehend als Nistplatz für Meeresschildkröten aufgegeben», sagt der Vorsitzende der Küstenbehörde, Chip Kline.

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    Doch die kürzliche Sichtung weckt Hoffnungen, dass sich die Population wieder erholt. «Es ist eine aufregende Entdeckung», wird der Direktor der Küstenwache, Bren Haase, zitiert. «Wir hoffen, dass in den kommenden Wochen und Jahren weitere Jungtiere schlüpfen werden.»

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