Um einer Familie mit frierenden Kindern unter die Arme zu greifen, schenkt James Anderson Essen, Gas und Elektrizität im Wert von 170 Pfund.
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James Anderson hilft immer wieder Menschen in Not. - Instagram / @depheruk

Das Wichtigste in Kürze

  • James Anderson (52) betreibt eine Klempner-Firma, die bedürftigen Menschen hilft.
  • Vor kurzem wurde er zu einem Ehepaar gerufen, deren Kinder im Haus froren und hungerten.
  • Mit 170 Pfund in Form von Essen und Elektrizität unterstützte er die englische Familie.

Damit hatte er nicht gerechnet: Ein Auftrag im Haus einer fünfköpfigen Familie endete für James Anderson mit einem Loch von 170 Pfund (umgerechnet 212 Schweizer Franken) in seinem Portemonnaie. Doch nachtrauern wird der Klempner dem Geld nicht. Denn damit bescherte er der Familie eine grosse finanzielle Erleichterung.

James Anderson unterhält die Klempner-Firma «Depher», die Notfalldienste für bedürftige Familien leistet. Immer wieder rückt er aus, um armen Menschen die Heizung gratis zu reparieren. In Grossbritannien hat er sich schon den Namen als «britain's kindest plumber» gemacht.

«Die Kinder dachten, sie würden sterben»

Bereits am zweiten Wochenende des neuen Jahres wurde der 52-Jährige um Hilfe gebeten. Eine fünfköpfige Familie hatte Probleme, die Heizkosten bis zum Ende des Monats zu decken.

«Ich sagte, ich würde vorbeikommen und schauen, was ich tun könnte. Aber als ich dort ankam, wurde mir klar, in welcher Armut sie leben.» Man habe den eigenen Atem gesehen und die Kinder seien vor Kälte zitternd und in dicke Mäntel eingepackt dagehockt. Zwei der drei Kinder hätten gedacht, sie würden sterben. Er habe sofort entschieden, ihnen Gas, Elektrizität und Essen im Wert von 170 Pfund zu schenken.

«Die Ärmsten und Schwächsten im Land werden immer benachteiligt und müssen von allen am meisten zahlen.» Er befürchtet, dass bei den steigenden Energiepreisen immer mehr Eltern kriminelle Dinge tun, um ihre Kinder zu ernähren.

Landesweit sammelt James mit seiner Firma Spendengelder, um möglichst vielen Menschen helfen zu können. Ausserdem sucht er die Aufmerksamkeit der britischen Regierung. Er will, dass diese sich besser um bedürftige Familien kümmern.

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