Als Luca Sinzinger auf den Nachbarhof kommt hört er Schreie, der Nachbar wird von einem Stier attackiert. Er kann das Tier ablenken und ein Leben retten.
Luca Sinzinger (Mitte) mit einem Betreuer und einer Betreuerin der Freiwilligen Feuerwehr. - BEZIRKSFEUERWEHRKOMMANDO SCHÄRDING

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 13-jähriger Österreicher rettet seinen Nachbar vor einem wütenden Stier.
  • Er kann das Tier ablenken und den verletzten Mann in Sicherheit bringen.

In St. Marienkirchen bei Schärding (Ö) kam es am 14. Dezember beinahe zu einer Tragödie auf einem Bauernhof. Doch der 13-jährige Luca Sinzinger rettete seinen Nachbar Fredi Spielvogel in letzter Sekunde vor einem wütenden Stier.

Als Luca Sinzinger auf dem Nachbarshof ankam, sah er, wie sein Nachbar von einem 700 Kilo schweren Stier attackiert wurde. Das Tier drückte den 20-jährigen gegen eine Mauer und brach ihm mehrere Rippen, das Schlüsselbein und einen Lendenwirbel. Eine Rippe bohrte sich in seine Lunge, «die Lunge ist zusammengefallen und ich hab’ fast keine Luft mehr gekriegt». Das sagt Spielvogel zu der «Kronen Zeitung».

Stier
Ein Stier weidet auf einer Weide (Symbolbild). - Keystone

Als Sinzinger das Szenario erblickt schnappt er sich geistesgegenwärtig einen Eimer und einen Holzstock und bewirft damit den Bullen. Dieser lässt von seinem Opfer ab und widmet seine Aufmerksamkeit daraufhin wieder der unruhige Herde.

Luca Sinzinger kann seinen Freund über die Mauer ziehen, ihn in der stabilen Seitenlage positionieren und Hilfe holen. Der 13-Jährige ist Mitglied der freiwilligen Feuerwehr und deshalb mit erster Hilfe vertraut.

Fredi Spielvogel wurde mittlerweile operiert und konnte am 26. Dezember das Spital verlassen. «Schlüsselbein und Rippen tun noch weh, aber mir geht es soweit ganz gut.»

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