Im Angesicht einer dritten Klage erklärte Gaming-Riese Activision Blizzard, 18 Millionen US-Dollar an die Opfer von Belästigung und Diskriminierung zu zahlen.
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Activision Blizzard sind seit 2008 ein Unternehmen. Foto: Michael Nelson/EPA/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Derzeit läuft bereits das dritte Verfahren wegen Diskriminierung gegen Activision Blizzard
  • Nun hat die Firma erklärt, 18 Millionen US-Dollar an die Opfer auszuzahlen.
  • Jegliches Mitwissen an den Belästigungen und Diskriminierungen weist man aber von sich.

Schon Ende Juli sah sich Gaming-Riese Activision Blizzard einer staatlichen Klage wegen der sexuellen Belästigung und Diskriminierung von Angestellten gegenüber. Inzwischen klagten auch die eigenen Angestellten wegen Einschüchterung und Gewerkschaftszerschlagung, berichten US-Medien.

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Angestellte protestieren von dem Hauptquartier von Activision Blizzard. - AFP/Archiv

Eine dritte Klage, erneut vonseiten einer staatlichen Behörde, scheint den Multimilliarden-Konzern jetzt zum Einlenken gebracht zu haben. Das Unternehmen teilte am Montag in einer Stellungnahme mit, den Opfern insgesamt 18 Millionen US-Dollar zu zahlen.

Die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) wirft dem «Call of Duty»-Publisher jetzt vor, bei sexueller Belästigung weggeschaut zu haben. Das Unternehmen sei über verschiedene Vorfälle informiert gewesen, habe aber nichts unternommen.

Activision Blizzard leugnet Wissen um Vorfälle

Die Strafe scheint den Gaming-Riesen aber nicht sonderlich zu treffen. In seinem Anerkenntnisurteil leugnet die Firma jegliche Verantwortung und weist alle Schuld zurück. Und auch der zu eröffnende Schadenersatz-Fonds erscheint bei einem Einkommen im zweiten Quartal von 959 Millionen US-Dollar kaum einschneidend.

Immerhin: Teil der Einigung ist es, dass Activision Blizzard in Zukunft von einem unabhängigen Berater beobachtet wird. Zudem verpflichtet sich das Unternehmen, verbesserte Anti-Belästigungstrainings durchzuführen.

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