US-Ölsanktionen: Dauerhafte Ausnahme für Rosneft Deutschland

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USA,

Die unter Treuhand stehende deutsche Tochter von Rosneft ist von den neuen US-Sanktionen gegen den russischen Öl-Sektor dauerhaft ausgenommen worden. Das US-Finanzministerium veröffentlichte eine entsprechende Regelung, nach der mit Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing Geschäfte gemacht werden dürfen.

Eine Tiefpumpe steht in der Nähe der Stadt Usinsk, 1500 Kilometer nordöstlich von Moskau.
Eine Tiefpumpe steht in der Nähe der Stadt Usinsk, 1500 Kilometer nordöstlich von Moskau. - Dmitry Lovetsky/AP/dpa

Auch Firmen, die mindestens zur Hälfte den Unternehmen gehören, sind von den Sanktionen befreit. Bislang galt die Ausnahme bis Ende April 2026.

Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bezeichnet die Sonderregelung für Deutschland in einer ersten Reaktion als «starkes Signal»: «Sie zeigt, dass Deutschland und die Vereinigten Staaten auch in komplexen geopolitischen Fragen eng abgestimmt handeln und gemeinsam tragfähige Lösungen ermöglichen.»

Zu Rosneft Deutschland gehört unter anderem die Raffinerie PCK in Schwedt, die weite Teile des Nordostens und Berlin mit Sprit, Heizöl und Kerosin versorgt. Sie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine stellte der Bund die Rosneft-Töchter unter Treuhandverwaltung, er hat die Kontrolle.

Die US-Sanktionen verbieten nach Angaben des US-Finanzministeriums eigentlich jede wirtschaftliche Interaktion mit Rosneft, Lukoil und ihren Tochterfirmen – nicht nur für US-Unternehmen, sondern auch für ausländische Banken oder Geschäftspartner, die mit den sanktionierten Akteuren in Verbindung stehen. Auch Grossbritannien hatte Sanktionen gegen den russischen Öl-Sektor und das Staatsunternehmen Rosneft beschlossen. Diese sollen nach britischen Ministeriumsangaben ebenfalls nicht die beiden deutschen Tochtergesellschaften von Rosneft treffen.

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