40 Prozent höheres Diabetes-Risiko nach Covid-19-Erkrankung
Eine Covid-19-Erkrankung kann das Risiko Diabetes zu entwickeln, um 40 Prozent erhöhen. Das zeigt eine Studie mit Veteranen.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Covid-19-Erkrankung könnte das Diabetesrisiko erhöhen.
- Dies zeigt eine Studie, in der Daten von über 180'000 US-Veteranen untersucht wurden.
- Das Diabetesrisiko ein Jahr nach der Infektion steigt um bis zu 40 Prozent.
In einer Studie wurden Indizien gefunden, dass eine Infektion mit Covid-19 das Diabetesrisiko erhöht.
Dazu wurden Daten vor mehr als 180'000 US-Veteranen ausgewertet, die eine Corona-Erkrankung durchgemacht hatten. Diese Daten wurden mit zwei anderen Kontrollgruppen von jeweils rund vier Millionen Menschen verglichen. Diese hatten während oder vor der Pandemie das Gesundheitsversorgungssystem für Kriegsveteranen in Anspruch genommen, waren aber nicht an Covid erkrankt.
Verschiedene Faktoren erhöhen das Risiko
Bei der Gruppe der Corona-Genesenen stieg das Risiko für Diabetes ein Jahr nach der Infektion um 40 Prozent. Von 1000 Personen erkrankten im Durchschnitt rund 13 mehr an Diabetes, wie das Fachmagazin «Nature» berichtet.
Je nach Schwere des Krankheitsverlaufs der Corona-Erkrankung stieg auch das Risiko entsprechend an. Für Probanden, die zusätzlich an Übergewicht litten, war das Risiko gar doppelt so hoch.

Es gibt jedoch einige Faktoren, die die Aussagekraft der Studie einschränken: So stammten die Daten grösstenteils von älteren, weissen Männern. Dieser litten bereits im Vorfeld häufig an Bluthochdruck oder Übergewicht, was das Diabetesrisiko zusätzlich erhöht.
Zudem ist es möglich, dass sich einige Probanden der «coronafreien» Gruppe trotzdem mit Covid infiziert hatten und einfach symptomlos waren. Das könnte laut den Forschern die Daten verzerren.
















