Führt Diabetes-Medikament Metformin zu Missbildungen bei Babys?
In einer Studie wird untersucht, ob sich die Einnahme von Metformin des Vaters auf das Kind auswirkt. Offenbar erhöht es das Risiko für Fehlbildungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Forschende wollen herausfinden, ob Metformin zu mehr Missbildungen bei Kindern führt.
- Das Medikament wird von an Diabetes mellitus Typ 2 Erkrankten eingenommen.
Metformin ist ein Medikament, das von Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 eingenommen wird. Die Forschung untersucht einen Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und dem Risiko für Missbildungen bei Babys. Gemäss einer Publikation im Fachjournal «Annals of Internal Medicine» weisen sie eine potenzielle gegenseitige Einflussnahme auf.
Wenn der Vater während der Spermien-Entwicklung Metformin zu sich nimmt, erhöht sich womöglich das Risiko für Fehlbildungen bei seinem Neugeborenen. Allerdings sind sich die Forschenden aus England und Dänemark nicht sicher, ob tatsächlich eine kausale Relation besteht. Die Gefahr könnte auch anderen Faktoren oder Umständen zugewiesen werden.
Gemäss Andreas Pfeiffer ist die Studie wichtig, weil «Diabetes zunehmend auch im jüngeren Lebensalter auftritt. Somit sind häufiger Männer im Reproduktionsalter betroffen». Pfeiffer arbeitet in der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin der Charité Berlin.












