Immer mehr Schweizer werden von Zecken gebissen
Die Zahl der Zeckenbisse in der Schweiz ist gestiegen. 2025 waren es laut einer Hochrechnung 18'000 Fälle – doppelt so viel wie noch vor 20 Jahren.

Das Wichtigste in Kürze
- Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer werden von Zecken gebissen.
- Knapp 18'000 Fälle wurden allein im Jahr 2025 verzeichnet.
- Zwischen 2005 und 2009 wurden jährlich noch rund 9000 Fälle registriert.
In der Schweiz werden immer mehr Menschen von Zecken gestochen. Für das Jahr 2025 verzeichnete die Suva nach einer Hochrechnung knapp 18'000 Fälle. Nur 2020 lag der Wert noch höher, wie die Unfallversicherung am Mittwoch mitteilte.
Zwischen 2005 und 2009 wurden jährlich rund 9000 Fälle registriert. Zwischen 2020 und 2024 seien es bereits über 14'000 gewesen, so die Suva weiter. Rechtlich gilt ein Zeckenstich in der Schweiz als Unfall, weshalb die Unfallversicherung die Kosten übernimmt.
Zecken können Krankheiten wie Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Infolge von Zeckenstichen werden laut der Suva jährlich im Schnitt acht Personen Invalidenrenten zugesprochen. Etwa alle fünf Jahre verursachen Zeckenstiche zudem einen Todesfall.
Die meisten Stiche, über 90 Prozent, ereigneten sich in der Freizeit, vor allem zwischen Mai und Juli.
Klimawandel begünstigt Zecken-Ausbreitung
Auch in diesem Jahr haben erste Zecken in der Schweiz schon zugebissen: Laut Daten des Bundesamts für Gesundheit wurden im Januar und Februar über 200 Borreliose-Fälle sowie sechs FSME-Fälle registriert. Die Daten für März und April liegen noch nicht vor.
Als Grund für die Zunahme nennt die Suva den Klimawandel: Mildere Temperaturen verlängern die Aktivitätszeit der Zecken und begünstigen ihre Ausbreitung. Dadurch könnten die Tiere beinahe das ganze Jahr über aktiv sein.













