Pompeji: Restaurierung von antiker Prachtvilla privat finanziert

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    Italien,

    Eine der prächtigsten Wohnanlagen der antiken Stadt Pompeji wird mit mehr als 1,4 Millionen Euro aus privater Hand restauriert. Finanziert werden die Arbeiten am Haus des Marcus Fabius Rufus vollständig von der Firma PompeiAR des deutschen Unternehmers Frank Hoefer.

    Ausgrabungsstätte
    Pompeji ist nach dem Kolosseum in Rom die meistbesuchte Ausgrabungsstätte Italiens. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/CIRO FUSCO

    Das Haus des Marcus Fabius Rufus in Pompeji wurde nach dem Vorbild der kaiserlichen Paläste in Rom errichtet. Es liegt an den Überresten der antiken Stadtmauer und ist für seine grosszügige Fassade mit grossen Fenstern zum Golf von Neapel bekannt.

    Die Anlage erstreckt sich über bis zu vier Ebenen, die durch ein weitläufiges Netz aus Treppen, Korridoren und Durchgängen miteinander verbunden sind. Neben repräsentativen Räumen gibt es zahlreiche funktionale Bereiche.

    Der Eigentümer könnte nach Einschätzung von Archäologen ein lokaler Amtsträger oder ein Freigelassener des kaiserlichen Haushalts gewesen sein. Sein Vermögen ermöglichte offenbar den Bau einer aussergewöhnlichen Villa, die nach bisherigem Kenntnisstand in Pompeji ihresgleichen sucht.

    Pompeji vermittle ein Bild des gesellschaftlichen Lebens, das der heutigen Welt in mancher Hinsicht nahe sei, sich in anderer Hinsicht aber grundlegend unterscheide, so der in Süddeutschland geborene Unternehmer Hoefer.

    Die Restaurierung der aussergewöhnlichen Wohnanlage, die seit 1980 für Besucher geschlossen ist, sei für ihn ein besonders reizvolles Projekt. Zugleich wolle er helfen, weitere private Unterstützer für die Vorhaben des Archäologischen Parks zu gewinnen.

    Die aktuellen Restaurierungsarbeiten konzentrieren sich auf die Wandmalereien, darunter die berühmte «Venus von Pompeji», die sich in einem als Kultkapelle genutzten Raum befindet. Vorausgegangen waren zwischen 2021 und 2023 Sicherungsarbeiten und Ausgrabungen des Archäologischen Parks.

    In dem Gebäudekomplex und den angrenzenden Häusern wurden auch Opfer des Vesuvausbruchs entdeckt, der Pompeji im Jahr 79 nach Christus verschüttete. Drei Tote wurden auf den Treppen des Hauses von Marcus Fabius Rufus gefunden.

    Eine erste Teilöffnung mit geführten Gruppenbesichtigungen ist bis Weihnachten geplant.

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