Mikroplastik

    Mikroplastik gefährdet Umwelt und Gesundheit

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    Italien,

    Mikroplastik belastet Böden und Gewässer. Forschende untersuchen Gesundheitsrisiken und entwickeln neue Gegenmassnahmen.

    Mikroplastik
    Mikroplastik belastet Böden und Gewässer, während Forschende nach wirksamen Lösungen suchen. - keystone

    Jedes Jahr gelangen grosse Mengen Mikroplastik aus der Luft auf Schweizer Böden und Gewässer. Messungen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa zeigen, dass die Partikel auch ausserhalb grosser Städte verbreitet sind.

    In Zürich fanden Forschende besonders hohe Konzentrationen, während ländliche Messorte vergleichbare Werte aufwiesen. Hochgerechnet setzen sich jährlich mindestens 219 Tonnen Mikroplastik in der Schweiz unterhalb von 2000 Metern Höhe ab.

    Rund 78 Tonnen davon landen laut «Infosperber» auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Partikel stammen unter anderem aus Kunststoffverpackungen und Textilien, wobei Reifenabrieb in der Studie nicht berücksichtigt wurde.

    Mikroplastik verbreitet sich weiter als erwartet

    Doch die Belastung betrifft nicht nur Böden und Gewässer, sondern könnte auch für Menschen gesundheitliche Folgen haben. Eine in «Nature» veröffentlichte Studie liefert Hinweise darauf, wie Mikroplastik chemische Reaktionen auslösen könnte.

    Mikroplastik
    Mikroplastik kann bei Wasserkontakt chemische Reaktionen auslösen, die möglicherweise Entzündungen und Zellschäden im Körper begünstigen. (Archivbild) - depositphotos

    Laut «WinFuture» können Kunststoffoberflächen bei Kontakt mit Wasser hochreaktive Moleküle entstehen lassen. Diese könnten Proteine und Zellbestandteile verändern und dadurch Prozesse begünstigen, die mit Entzündungen und oxidativem Stress verbunden sind.

    Je kleiner die Kunststoffpartikel werden, desto grösser ist ihre Oberfläche im Verhältnis zum Volumen. Dadurch entstehen zusätzliche Kontaktflächen für chemische Reaktionen, deren Auswirkungen auf menschliches Gewebe noch genauer erforscht werden müssen.

    EU-Projekte bekämpfen Mikroplastik in den Alpen

    Während die Forschung mögliche Risiken untersucht, entstehen in den Alpen bereits konkrete Ansätze zur Verringerung der Belastung. Wie «Italien.news» berichtet, setzen zwei EU-finanzierte Projekte in Südtirol bei Produktionsabfällen und der Reinigung von Gewässern an.

    Hast du Angst vor Mikroplastik im Körper?

    Das Projekt «Micro-Alps» entwickelt Verfahren, um Kunststoffabfälle aus der Brillenproduktion als Rohmaterial für den 3D-Druck wiederzuverwenden. Damit sollen Produktionsreste sinnvoll genutzt und zusätzliche Kunststoffabfälle reduziert werden.

    Das Projekt «PlasticFree» untersucht Mikro- und Nanoplastik in Flüssen, Seen, Niederschlägen sowie Trink- und Grundwasser. Ein entwickelter Prototyp für Kläranlagen kann unter bestimmten Bedingungen bis zu 96 Prozent der Plastikpartikel entfernen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #7100 (nicht angemeldet)

    Sind ihr aber Schnellmerker. Microplastik ist überall sogar in der Arktis. Bio gibts schon längst nicht mehr.

    User #8603 (nicht angemeldet)

    nebenbei kuck mal wie die dinge verpackt sind und weshalb man sie so verpacken MUSS

    Weiterlesen

    Mikroplastik
    25 Interaktionen
    «Ein Witz»
    13 Interaktionen
    Bern
    4 Interaktionen
    Tipps

    MEHR IN NEWS

    Politiker AKW Diskussion
    72 Interaktionen
    «Milliarden gekostet»
    italien
    14 Interaktionen
    Proteste und Schulden

    MEHR MIKROPLASTIK

    3 Interaktionen
    Lausanne
    Genfersee
    31 Interaktionen
    Messung
    Mikroplastik
    36 Interaktionen
    Untersuchung
    Quetschie
    60 Interaktionen
    Kindernahrung

    MEHR AUS ITALIEN

    meloni
    9 Interaktionen
    Rom/Mailand
    Polizei Mailand Proteste
    57 Interaktionen
    Kam zu Plünderungen
    Bolontana Sardinien
    50 Interaktionen
    Auf Sardinien
    schlein
    8 Interaktionen
    Schlein