Qualitätsmessungen für das Jahr 2020 zeigen, dass Aufenthalte in Schweizer Psychiatrie-Kliniken Linderungen bei Patienten bewirken.
Psychiatrie
Eine Psychiatrie in Yverdon VD. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aufenthalte in Schweizer Psychiatrie-Kliniken bringen den Patienten Linderung.
  • An der Vollerhebung nahmen 131 Kliniken teil.
  • Der Trend leicht steigender Eintrittswerte setzte sich 2020 fort.

Aufenthalte in Schweizer Psychiatrie-Kliniken bringen den Patientinnen und Patienten Linderung. Das erbrachte die Qualitätsmessung für das Jahr 2020. Neu aufgenommen wurden diesmal Aufenthalte zwischen einem und sieben Tagen. Erfasst wurden die Symptombelastung bei Ein- und Austritt sowie die Zahl freiheitsbeschränkender Massnahmen.

An der Vollerhebung nahmen im vergangenen Jahr 100 Kliniken der Erwachsenenpsychiatrie und 31 Kliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie teil. Dies teilte der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) am Dienstag mit.

Auswirkungen durch Covid-19

Die Abnahme der körperlichen und psychischen Symptome während des Klinikaufenthalts belegt der Erhebung zufolge die Wirksamkeit psychiatrischer Behandlungen. Der Trend leicht steigender Eintrittswerte setzte sich 2020 fort.

Der Anteil der Fälle mit freiheitsbeschränkenden Massnahmen stieg um einen Punkt auf 8,7 Prozent. Dazu könnte die Covid-19-Pandemie beigetragen haben, da auch unfreiwillige Isolationen aus infektiologischen und somatischen Gründen in die Erhebung einfliessen.