Kuschelhormon steigt bei Männern im Wettkampf an

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Das «Kuschelhormon» Oxytocin ist auch ein Wettkampf-Hormon. Eine Zürcher Studie zeigt: Besonders bei Männern steigt der Spiegel in Konkurrenzsituationen.

    paar im bett
    Oxytocin ist nicht nur ein Kuschel- sondern auch ein Wettkampf-Hormon. - Depositphotos

    Das «Kuschelhormon» Oxytocin ist auch ein Wettkampf-Hormon. Eine Zürcher Studie zeigt: Besonders bei Männern steigt der Spiegel in Konkurrenzsituationen mit Rivalen oder fremden Gruppen an.

    Für die Studie seien die Oxytocin-Spiegel im Urin von Fussballspielerinnen und -Spielern vor und nach Spielen gemessen worden, teilte die Universität Zürich mit. Die Resultate wurden am Mittwoch in der Fachzeitschrift «Proceedings B» der Royal Society veröffentlicht. Die Untersuchung fand bei der indigenen Bevölkerung der Tsimane im bolivianischen Amazonasgebiet statt.

    Die Auswertung der Urinproben zeigte, dass der Oxytocin-Spiegel nach Spielen gegen bekannte Rivalen am stärksten anstieg. Bei Begegnungen zwischen Teams aus unterschiedlichen Gemeinschaften der Tsimane war der Anstieg geringer. Gegen Mannschaften, die nicht den Tsimane angehörten, war der Wert hingegen wieder deutlich höher.

    Kein Effekt bei Frauen nachweisbar

    Ein zentrales Ergebnis der Studie war, dass der Anstieg der Oxytocinwerte ausschliesslich bei Männern zu beobachten war. Bei den teilnehmenden Fussballspielerinnen wurde kein signifikanter Anstieg festgestellt.

    Die Studienleiterin Charlotte Debras nannte dafür mehrere mögliche Gründe. So könnten Frauen aufgrund höherer Ausgangswerte – viele stillten ihre Kinder – geringere Veränderungen aufweisen, die schwerer zu messen seien. Zudem habe der Fussballsport für sie möglicherweise eine geringere soziale Bedeutung.

    Eine weitere Erklärung bietet laut den Forscherinnen und Forschern die «Male-Warrior-Hypothese». Diese besagt, dass Männer evolutionär bedingt stärker in Gruppenwettbewerbe eingebunden sind.

    Die Resultate deuten laut den Autoren darauf hin, dass Oxytocin bei Männern das Verhalten in Konkurrenzsituationen koordiniert, die sowohl Kooperation im Team als auch Konkurrenz gegen aussen erfordern.

    Kommentare

    User #1370 (nicht angemeldet)

    Dachte nur Frauen wollen Kuscheln? Hehe

    User #5037 (nicht angemeldet)

    Des hat man mal bei zwei Entenmännchen beobachten können die wegen Männchen -Wettkampf um eine Entendame die Entendame fast ersäuft hätten weil ja beide ihre Gene unbedingt kämpferisch….auf der Entendame im Fluss….weitergeben wollten. Des isch also wegen dem Kuschelhormon Oxytocin soso!🙄

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