Kalifornien könnte Notschalter für KI vorschreiben

    Keystone-SDA
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    USA,

    In der Debatte um existenzielle Risiken Künstlicher Intelligenz könnte der US-Bundesstaat Kalifornien eine Notabschalt-Vorrichtung für KI-Software vorschreiben. Denn die bekanntesten leistungsstarken KI-Modelle werden in Kalifornien entwickelt.

    Der Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom könnte bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen. (Archivbild)
    Der Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom könnte bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/Nell Redmond

    Ein solcher Mechanismus gehört zu einer Liste von Massnahmen, zu denen dem demokratischen Gouverneur Gavin Newsom bis Mitte November Vorschläge gemacht werden sollen. Zu weiteren Ideen gehören unabhängige Beobachter in grossen KI-Laboren sowie striktere Verpflichtungen, über Sicherheits-Zwischenfälle zu berichten, wie aus einer von Newsom unterzeichneten Anordnung hervorgeht.

    Über einen «Kill Switch» für Künstliche Intelligenz wird schon seit einiger Zeit diskutiert – noch ist aber unklar, ob eine solche Vorrichtung zur Notabschaltung überhaupt realistisch ist.

    Kalifornien gilt als wichtigster Standort bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Vor allem in San Francisco und dem Silicon Valley sitzende führende KI-Unternehmen wie der ChatGPT-Entwickler OpenAI, dessen schärfster Rivale Anthropic und Google. Damit könnte der Bundesstaat auch bei der Regulierung eine zentrale Rolle spielen. Newsoms zweite und letzte Amtszeit als kalifornischer Gouverneur endet Anfang kommenden Jahres. Der 58-Jährige gilt als ein möglicher Bewerber der Demokraten für die Präsidentenwahl 2028.

    Experten plädieren für unabhängige Aufsicht

    Die Debatte um Gefahren Künstlicher Intelligenz heizte sich in den vergangenen Wochen auf, insbesondere nachdem eigenständige Hacking-Attacken durch Software mit Künstlicher Intelligenz bekanntgeworden waren. Mitarbeiter von KI-Laboren warnten vor dem Risiko, dass die Menschheit die Kontrolle über Künstliche Intelligenz verlieren oder sogar von ihr ausgelöscht werden könnte. Neben anderen sprach sich auch Anthropic-Chef Dario Amodei dafür aus, das Entwicklungstempo bei hochentwickelter KI zu bremsen und die Aufsicht zu verstärken. OpenAI-Chef Sam Altman unterstützte den Vorschlag.

    Inzwischen fordern Dutzende renommierte Experten aus der Branche führende KI-Labore auf, unabhängige Aufsicht in ihren Unternehmen zuzulassen. Die Aufseher müssten wie führende Manager Zugang zu Systemen haben und mit zuständigen Mitarbeitenden kommunizieren können, heisst es in einem offenen Brief. Zu den Unterzeichnenden gehört der Physik-Nobelpreisträger und ehemalige Google-Forscher Geoffrey Hinton, der als einer der wichtigsten Köpfe hinter modernen KI-Systemen gilt. Anthropic gab als ersten Aufsichtspartner die Firma Faculty bekannt – eine Tochter des Beratungsriesen Accenture.

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    Kommentare

    User #3778 (nicht angemeldet)

    Kontrolle bedeutet waseli was, Korruption.

    User #675 (nicht angemeldet)

    Die KI Firmen und der Druck zum schnellen Geld handeln für sich wohl unter höchsten Risiken. Wenn eine KI mal richtig Scheisse baut wird die entsprechende Firma unmittelbar bankrott gehen.

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