Bisher half bei Diabetespatienten nur Insulin. Wissenschaftler haben jetzt FGF1 entdeckt – eine neue Substanz im Fettgewebe, die auch den Blutzucker reguliert.
Insulin Diabetes
Wenn die Blutzuckerregulation des Körpers nicht mehr funktioniert, ist Insulin über eine Spritze das Mittel der Wahl, den Blutzucker in Balance zu halten. Eine neue Kombitherapie könnte womöglich mit weniger Nebenwirkungen einhergehen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/REED SAXON

Das Wichtigste in Kürze

  • Insulin wird zur Behandlung von Diabetes gebraucht.
  • Es wurde eine neue Substanz im Fettgewebe mit der gleichen Wirkung erforscht.
  • Diese reguliert die Glukoseproduktion.

Bei einer Erkrankung mit Diabetes sind Patienten heutzutage auf Insulin angewiesen. Das Hormon hilft den Blutzucker zu regulieren.

Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Wissenschaftler haben im Fettgewebe eine neue Substanz entdeckt, die die gleiche Wirkung hat. FGF1 senkt den Blutzucker schnell und sehr deutlich. Der Fettabbau wird gehemmt.

Ebenso wie bei Insulin wird die Glukoseproduktion in der Leber reguliert. Das Hormon und die neue Substanz tun dies jedoch mit unterschiedlichen Mechanismen, wie «aponet.de» berichtet.

«Wissenschaftlicher Durchbruch»

«Das Auffinden eines zweiten Hormons, das die Lipolyse unterdrückt und den Glukosespiegel senkt, ist ein wissenschaftlicher Durchbruch». Das sagte Ronald Evan. Er ist Professor am vom Salk Institute in La Jolla.

Die neue Substanz könnte wegweisend für neue Behandlungsansätze für Menschen mit Insulinresistenz sein.