Hochdotierter Wissenschaftspreis für zwei Genfer Forschungsteams
Zwei Genfer Forschungsgruppen erhalten für ihre Projekte den mit 1,4 Millionen Franken dotierten Leenaards-Wissenschaftspreis. Eines der Projekte will ein Mittel gegen Hepatitis E finden, das andere die Hirnleistung nach Verletzungen ohne Operation wiederherstellen.

Die beiden Projekte würden für ihren sogenannten translationalen Ansatz ausgezeichnet, der Grundlagenforschung mit klinischer Anwendung verbinde, teilte die Fondation Leenaards am Mittwoch mit.
An einem Medikament gegen das Hepatitis-E-Virus arbeitet ein Team unter Leitung der Virologin Isabella Eckerle von der Universität und den Universitätsspitälern Genf. Das Virus sei bisher wenig erforscht, obwohl es jährlich für rund 44'000 Todesfälle in Afrika und Asien verantwortlich sei, hiess es von der Stiftung.
Das zweite ausgezeichnete Projekt erforscht eine nicht-invasive Methode zur Wiederherstellung kognitiver Funktionen. Unter der Leitung von Elena Beanato von den Universitätsspitälern Genf untersucht das Team, wie die räumliche Orientierung nach Hirnverletzungen oder bei Epilepsie mittels elektrischer Felder stimuliert werden kann.
Der Leenaards-Wissenschaftspreis wird jährlich von der gleichnamigen Stiftung vergeben. Er fördert Projekte der translationalen biomedizinischen Forschung in der Genferseeregion, die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in medizinische Behandlungen überführen. Für die diesjährige Ausschreibung wurden 27 Projekte eingereicht. Die Preisverleihung findet im Oktober an der Universität Lausanne statt.










