Grabmäler aus der Jungsteinzeit in Sitten entdeckt

    Keystone-SDA
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    Sion,

    In Sitten haben Archäologen eine Reihe von sechs behauenen Stelen entdeckt. Die Entdeckung sei von zentraler Bedeutung für das Verständnis der gesellschaftlichen Rituale im Endneolithikum (um 2500 v. Chr.) in Zentraleuropa.

    Bei Grabungen in einem Quartier in Sitten fanden Archäologen mehrere Grabmäler aus dem Endneolithikum.
    Bei Grabungen in einem Quartier in Sitten fanden Archäologen mehrere Grabmäler aus dem Endneolithikum. - sda - Kanton Wallis

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Hauptfund dieser Grabung sei eine prächtige, gravierte, gegen zwei Tonnen schwere Stele, welche eine männliche Person repräsentiere, teilte der Kanton Wallis am Donnerstag mit.

    Das Gesicht der Person wird von einem Strahlenmotiv geziert, welches an die Sonne erinnert. Die Figur trägt unter einem stilisierten Gürtel ein Gewand mit komplexen geometrischen Mustern.

    Den Fund machten die Forscher bei Grabungen in Zusammenhang mit Bauarbeiten an der Avenue du Petit-Chasseur. In diesem Quartier hatten Archäologen schon ab Anfang der 1960er Jahre mehrere Kollektivgräber, sogenannte Dolmen, sowie 30 Stelen entdeckt. Die Stelen könnten vielleicht Anführer lokaler Stämme darstellen.

    Auf einer der neu entdeckten Stelen finden sich zahlreiche kleine, runde Vertiefungen. Es handle sich dabei um ein bisher im Wallis unbekanntes Motiv, schreibt der Kanton. Es sei aber belegt in der Fundstelle von Saint-Martin-de-Corléans in Aosta, dem italienischen Pendant der Dolmen-Nekropole von Petit-Chasseur.

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