Forscher unter Berner Leitung entdecken exzentrischen Exoplaneten

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Unter der Leitung der Universität Bern findet ein internationales Team einen exzentrischen Exoplaneten. Der Planet TOI-2257 b soll jedoch unbewohnbar sein.

    Exoplanet
    Ein Exoplanet. (Symbolbild) - ESA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Forschungsteam hat einen neuen Exoplaneten entdeckt.
    • Trotz flüssigem Wasser ist an ein Leben auf dem Planeten TOI-2257 b nicht zu denken.
    • Der exzentrische Exoplanet ist gemäss Mitteilung jedoch ein lohnendes Forschungsobjekt

    Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Bern hat einen «Sub-Neptun»-Exoplaneten entdeckt, der einen roten Zwergstern umkreist. Es handelt sich dabei um den exzentrischsten Planeten, der einen kühlen Stern umkreist, der je entdeckt worden ist.

    Universität Bern
    Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in einer Studie der Universität Bern dargelegt. - Keystone

    Die höchst unregelmässige Umlaufbahn von TOI-2257 b schliesst trotz günstiger Voraussetzungen die Möglichkeit der Entstehung von Leben aus. «Während die durchschnittliche Temperatur des Planeten angenehm ist, schwankt sie zwischen -80 und etwa 100 Grad Celsius. Je nachdem wo auf seiner Umlaufbahn der Planet sich befindet, ob fern oder nah vom Stern.» Das erläutern die Berner Forscher in einer Mitteilung vom Freitag.

    TOI-2257 b unbewohnbar

    Die Wissenschaftler haben mit äusserst komplizierten Methoden eine Umlaufzeit des Exoplaneten von 35 Tagen errechnet. Da rote Sterne viel kühler sind als unsere Sonne, wäre in diesem Abstand vom Wirtsstern flüssiges Wasser möglich. Dies würde die Entstehung von Leben ermöglichen.

    Exoplaneten
    Diese künstlerische Animation zeigt eine Staubscheibe um einen Exoplaneten. (Symbolbild) - ESO/L. Calçada, ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/Benisty et al.

    Doch die grossen Temperaturschwankungen infolge der unregelmässigen Umlaufbahn sind nicht der einzige Grund dafür, dass TOI-2257 b unbewohnbar ist. Sein Radius – mehr als das Doppelte der Erde – deutet darauf hin, dass der Planet eher gasförmig ist. Zudem herrscht ein hoher atmosphärischer Druck, der für die Entstehung von Leben nicht förderlich ist.

    Exoplanet ist ein lohnendes Forschungsprojekt

    Dennoch bleibt der exzentrische Exoplanet gemäss Mitteilung ein lohnendes Forschungsobjekt. Er sei ein guter Kandidat, um vom James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) beobachtet zu werden, das an Weihnachten gestartet ist.

    james-Webb-Weltraumteleskop
    Das James-Webb-Weltraumteleskop ist das grösste und leistungsfähigste Teleskop, das jemals ins All gebracht wurde. - sda - ESA/ATG medialab

    TOI-2257 b sei gut positioniert und eines der attraktivsten Sub-Neptun-Ziele für weitere Beobachtungen. «Insbesondere könnte der Planet auf Anzeichen von Merkmalen wie Wasserdampf in der Atmosphäre untersucht werden.» Das sagt Nicole Schanche vom Center for Space and Habitability CSH der Universität Bern. Sie ist Erstautorin einer Studie über den neuentdeckten Exoplaneten, die vor kurzem in der Fachzeitschrift «Astronomy & Astrophysics» veröffentlicht wurde.

    Die Aufgabe des Center for Space and Habitability (CSH) ist es, den Dialog zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zu fördern. Solche die sich für die Entstehung, Entdeckung und Charakterisierung anderer Welten innerhalb und ausserhalb des Sonnensystems interessieren.

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