Forscher identifizieren Ursache für Myokarditis nach Corona-Impfung
Eine neue Studie aus den USA zeigt: Eine Myokarditis bei jungen Männern nach der Corona-Impfung wird durch eine Überreaktion des Immunsystems ausgelöst.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Myokarditis tritt als Nebenwirkung einer COVID-19-Impfung bei jungen Männern auf.
- US-Forscher fanden heraus, dass die Nebenwirkung nicht durch Antikörper ausgelöst wird.
- Ein grösserer Abstand zwischen den Teilimpfungen kann das Risiko minimieren.
Eine Myokarditis wird weder durch das Spikeprotein des Sars-CoV-2-Impfstoffs noch die durch die Impfung gebildeten Antikörper ausgelöst. Das haben US-Forscher in einer umfassenden Untersuchung festgestellt. Stattdessen handelt es sich um eine grundsätzliche Überreaktion des Immunsystems, die bei besonders starken Immunsystemen auftritt. «MDR Wissen» berichtet dazu.
Myokarditis ist eine Herzmuskelentzündung. Sie tritt als seltene, aber schwere Nebenwirkung einer COVID-19-Impfung bei jungen Männern auf. Etwa 36 von 100'000 Jungen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren haben nach ihrer zweiten Covid-Impfung eine Myokarditis bekommen.
Grösserer Abstand zwischen Impfungen reduziert Risiko auf Myokarditis
Die Forscher analysierten Blut- und Plasmaproben von 20 Jungen und drei Mädchen im Alter von 13 bis 21 Jahren. Sie waren nach der Impfung an Myokarditis erkrankt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass bestimmte Immunzellen durch die erhöhte Produktion von Zytokinen aktiviert wurden und Herzmuskelzellen angriffen.
Ein Abstand von mindestens acht Wochen zwischen der ersten und zweiten Impfung könne das Risiko einer Myokarditis bei Jugendlichen senken. Das Risiko einer Myokarditis nach einer COVID-19-Impfung ist relativ selten. Alle Fälle sind relativ mild verlaufen, heilten meist von selbst ab und niemand ist daran gestorben.
















