FNIP1 Gen könnte Diabetesrisiko deutlich senken

Sandra Neumann
Sandra Neumann

USA,

Eine seltene Variante des FNIP1 Gens könnte das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich senken und neue Therapieansätze ermöglichen.

FNIP1
Die Forschung untersucht das Schutzpotenzial des Gens FNIP1 bei Stoffwechselerkrankungen. (Symbolbild) - depositphotos

Eine seltene Variante des FNIP1-Gens steht mit einem deutlich geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und weitere Stoffwechselerkrankungen in Verbindung. Die Erkenntnisse stammen aus einer Genanalyse mit mehr als einer Million Menschen aus Nordamerika, Europa und Asien.

Träger der Genvariante erkranken laut der Studie auch seltener an koronaren Herzkrankheiten und Leberzirrhose. Wie «it-boltwise» berichtet, verringerte die Mutation das Erkrankungsrisiko um rund 60 Prozent und weckte Hoffnungen auf neue Therapien.

Die Ergebnisse beruhen auf Daten aus elf Kohorten und liefern eine breite Grundlage für weitere Untersuchungen zu genetischen Schutzmechanismen. Die Forschenden betonen jedoch, dass sich die Erkenntnisse erst durch weitere Studien am Menschen bestätigen müssen.

FNIP1 verändert den Stoffwechsel

FNIP1 wirkt im Körper als Bremse für den Energieverbrauch und beeinflusst dadurch den Fettstoffwechsel sowie weitere Stoffwechselprozesse. Fällt eine Genkopie teilweise aus, verbrennen die Zellen mehr Energie und lagern weniger Fett in Leber und Körper ein.

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Träger der Mutation haben niedrigere Blutzuckerwerte sowie weniger Körper- und Leberfett als Menschen ohne diese Genveränderung. Wie «Smartup News» berichtet, verbessert die Variante den Stoffwechsel, ohne über denselben Mechanismus wie Ozempic zu wirken.

Die Forschenden untersuchen nun, weshalb die Leber besonders stark auf Veränderungen des FNIP1-Gens reagiert. Versuche mit Mäusen stützen die Ergebnisse, eine therapeutische Anwendung beim Menschen muss jedoch noch untersucht werden.

Hoffnung auf neue Therapien

Die Entdeckung könnte neue Medikamente gegen Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen ermöglichen, die gezielt an FNIP1 ansetzen. Ziel ist es, die schützende Wirkung der Genvariante nachzuahmen, ohne den gesamten Stoffwechsel zu beeinflussen.

FNIP1
FNIP1 gilt als vielversprechender Ansatz für neue Therapien gegen Stoffwechselerkrankungen. (Symbolbild) - depositphotos

Insgesamt identifizierten die Forschenden 59 Gene mit therapeutischem Potenzial, darunter bereits bekannte Angriffspunkte bestehender Medikamente. Wie «ad-hoc-news» berichtet, muss die Sicherheit möglicher Behandlungen vor einem Einsatz umfassend geprüft werden.

Bis zu einer möglichen Anwendung sind weitere Forschungsarbeiten notwendig, um Wirksamkeit und Risiken zuverlässig zu bewerten. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für die Entwicklung neuer Therapien gegen Stoffwechselerkrankungen.

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