Gemäss neuen Forschungserkenntnissen können Verletzungen in der Haut von Mäusen rasch geschlossen werden. Jedoch steigt die Gefahr einer Infektion.
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Anhand Forschungsergebnissen an Mäusen haben Forscher wichtige Erkenntnisse zur Beschleunigung von Wundheilungsprozessen gemacht (Archivbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Forscher haben einen biologischen Schalter in natürlichen Killerzellen entdeckt.
  • Falls ausgeschaltet, lässt dieser Verletzungen in der Haut von Mäusen rasch schliessen.
  • Die Erkenntnisse sind für die aktive Beschleunigung von Wundheilungsprozessen wichtig.

Forscher haben einen biologischen Schalter in natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) entdeckt. Dieser lässt Verletzungen in der Haut von Mäusen rasch schliessen, wenn er ausgeschaltet ist. Das Abschalten schwächt allerdings die Immunabwehr gegenüber Bakterien, die in der Haut Schaden anrichten.

Als Schlüsselelement für die schnelle Reparatur von Schädigungen der Haut entpuppten sich spezifische NK-Zellen. Deren Hauptaufgabe ist es, mit Krankheitserregern infizierte Zellen oder Krebszellen zu identifizieren und abzutöten.

Bei Verletzungen werden die Killerzellen aber ebenfalls aktiv. Das berichtete ein internationales Wissenschaftlerteam im Fachblatt «Nature Communications».

Zentraler Transkriptionsfaktor «HIF-1alpha»

Ein Transkriptionsfaktor namens «HIF-1alpha» ist für die Balance zwischen zwei Aufgaben verantwortlich. Einerseits werden Bakterien abgewehrt und andererseits die Wundheilung vorangetrieben.

Fehlte dieser in Mäusen, ging die Gefässneubildung der Haut und die Wundheilung zwar rasch vonstatten. Jedoch war «die bakterizide Wirkung und die Fähigkeit, eine systemische bakterielle Infektion einzuschränken, beeinträchtigt». Dies heisst es in einer Aussendung der Vetmed-Uni Wien.

Schalteten die Forscher den HIF-Signalweg hingegen an, stürzten sich die Killerzellen zwar auf ungebetene Eindringlinge. Der Wundverschluss war allerdings verzögert. Diese Erkenntnisse seien wichtig, wenn man in der Medizin daran gehe, Wundheilungsprozesse aktiv zu beschleunigen. Letztlich müsse man aufpassen, dass dabei nicht das Risiko von Infektionen erhöht werde.

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