Studie

    Borkenkäfer haben zu Unrecht einen schlechten Ruf

    Keystone-SDA
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    Schlieren,

    Wie eine neue Studie zeigt, erhöht ein Borkenkäferbefall die Spechtpopulation. Die Vögel profitieren laut Forschenden vom Totholz.

    Borkenkäfer
    Eine neue Studie zeigt, dass ein Borkenkäferbefall die Zahl von Spechten ansteigen lässt. (Archiv) - keystone

    Schlecht für Bäume, aber gut für Spechte: Eine neue Studie zeigt, dass ein Borkenkäferbefall die Zahl von Spechten ansteigen lässt. Auch Jahre nachdem ein Wald vom Schädling befallen wurde, blieb die Spechtpopulation hoch.

    Borkenkäfer hätten zu Unrecht einen schlechten Ruf, schrieb die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in einer Mitteilung zur Untersuchung vom Mittwoch.

    Für die Studie, die im «Journal of Animal Ecology» veröffentlicht wurde, haben Forscherinnen und Forscher der WSL Daten aus drei Jahrzehnten Daten zu Borkenkäferbefällen und Spechtbeständen zusammengetragen. In diesen Daten suchten die Forschenden mithilfe von Computermodellen nach Zusammenhängen.

    Zusammenhang zwischen Käfern und Vögeln

    Das Ergebnis: Nach einem Borkenkäferbefall stieg die Zahl der Spechte deutlich an. Von den drei untersuchten Spechtarten fanden die Forschenden beim Dreizehenspecht die stärksten Zusammenhänge.

    Das haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwartet, denn dieser Specht frisst den Borkenkäfern. Aber auch nachdem befallene Bäume entfernt worden waren, blieben sie hoch. Die Vögel profitieren laut den Forschenden vom Totholz, das die Käfer durch die Schädigung der Bäume in grossen Mengten hinterlassen.

    Die Forstwirtschaft habe die Wichtigkeit von Totholz für die Biodiversität bereits erkannt und fördere es gezielt, hielt die WSL fest. Diese Bemühungen zeigten Wirkung und in den Schweizer Wäldern liege heute mehr Totholz als noch vor wenigen Jahren.

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    Kommentare

    User #4428 (nicht angemeldet)

    Ohne Bäume keine Spechte, oder?

    User #255 (nicht angemeldet)

    wir sollten die natur in ruhe belassen. sie reguliert sich selbst- sonst reguliert sie eines tages auch uns. also lassen wir auch die wölfe in ruhe - ansonsten entfernt die natur auch diese mörder im wald

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