Blue Origin feiert Durchbruch: New Glenn-Rakete meistert Mission

Janine Karrasch
Janine Karrasch

USA,

Blue Origin gelingt historischer Durchbruch: Die New Glenn-Rakete bringt NASA-Marssonden ins All und landet erstmals sicher auf Meeresplattform zurück.

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Blue Origin führte im November 2025 erstmals eine interplanetare Mission mit der New Glenn-Rakete durch, die gemeinsam mit der NASA realisiert wurde. - Keystone

Der Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida wurde Schauplatz eines historischen Moments für Jeff Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Nach zwei Verschiebungen aufgrund widriger Wetterbedingungen hob die fast 100 Meter hohe New Glenn-Rakete erfolgreich ab.

Die Mission transportierte zwei identische Marssonden der NASA-Mission «Escapade» ins Weltall. Sie sollten wichtige wissenschaftliche Daten über den Roten Planeten sammeln, so die «Zeit».

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Die Schwerlastrakete bewies ihre Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit bei diesem zweiten operationellen Flug.

Technischer Durchbruch bei der Rückkehr

Das eigentliche Highlight der Mission war jedoch die erfolgreiche Landung der unteren Raketenstufe auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Neun Minuten nach dem Start setzte der Booster präzise auf der Meeresplattform auf.

Diese Leistung ermöglicht Blue Origin die Wiederverwendung kostspieliger Raketenkomponenten und reduziert damit die Missionskosten erheblich. Laut «Der Standard» stellt diese Rückkehr einen technologischen Fortschritt dar, der Blue Origin in Konkurrenz zu SpaceX bringt.

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Die New Glenn von Blue Origin ist eine rund 100 Meter hohe Schwerlastrakete, die erstmals 45 Tonnen in einen niedrigen Erdorbit bringen kann. - Keystone

Die Fähigkeit zur Wiederverwendung von Raketenstufen gilt als Schlüsseltechnologie für die kommerzielle Raumfahrt. Sogar Elon Musk gratulierte öffentlich zum erfolgreichen Start und zur gelungenen Landung.

Blue Origin will Mission zum Mars vorantreiben

Die beiden transportierten Sonden «Blue» und «Gold» haben eine komplexe Reise vor sich, bevor sie ihr eigentliches Ziel erreichen. Zunächst werden sie ein Jahr lang in einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern zur Erde verweilen.

Erst wenn die Planetenkonstellation günstig ist, werden sie im Herbst 2026 mithilfe der Erdanziehungskraft zum Mars geschleudert. Dem «Spiegel» zufolge sollen die Orbiter elf Monate lang untersuchen, wie der Sonnenwind mit dem schwachen Magnetfeld des Planeten interagiert.

Diese Forschung könnte entscheidende Erkenntnisse darüber liefern, warum der einst warme und feuchte Mars zu einem Wüstenplaneten wurde. Die gewonnenen Daten sollen auch zukünftige bemannte Marsmissionen vor gefährlichem Weltraumwetter schützen.

Kommentare

angry confederate

Sollte die Menschheit nicht zuerst die Probleme auf der Erde lösen, bevor wieder neue Probleme andernorts produziert werden?

User #2027 (nicht angemeldet)

Der Mars hat und hatte nie Wasser, denn die beiden Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff konnten wegen der zu geringen Schwerkraft des Mars nicht gehalten werden und verschwanden im Weltall. Denn Mars ist kleiner als unser Planet. Somit war Mars nie belebt und wird es nie sein.

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