Vor rund anderthalb Jahren verdunkelte sich der Beteigeuze ohne ersichtlichen Grund. Nun wollen Forscher eine Staubwolke als Grund ermittelt haben.
Beteigeuze Nasa Sternenbild
Eine Aufnahme der Nasa zeigt den sogenannten Roten Riesen Beteigeuze im Sternbild Orion. - DPA

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Stern Beteigeuze gehörte lange Zeit zu den hellsten Sternen unseres Nachthimmels.
  • Ende 2019 änderte sich dies, als sich der Stern drastisch verdunkelte.
  • Grund für dieses Ereignis soll eine Staubwolke ausgehend von dem Stern selbst sein.

Gegen Ende 2019 staunten viele Forschende nicht schlecht, als sich Beteigeuze anscheinend ohne Grund drastisch verdunkelte. Bis zu dem Zeitpunkt war der Himmelskörper im Sternbild Orion einer der hellsten seiner Art. Schnell wurde auf ein anstehendes Ende seiner Lebenszeit, resultierend in einer Supernova, getippt.

Beteigeuze ESO
Beteigeuze im Januar 2019 (rechts) und im Dezember 2019 (links). Der Stern hat markant an Helligkeit eingebüsst. - YouTube/ESO

Ein Team von Astronomen und Astronominnen will nun aber den wahren Grund des Geschehnisses gefunden haben: eine Staubwolke.

Beteigeuze erzeugt eigenen Sternenstaub

Bei dem Stern wurde lange von einem roten Überriesen geredet, da dessen Durchmesser dem der Sonne etwa tausendfach überlegen ist. Anstatt einer Supernova gab es bei dem Orion-Schulterstern jedoch lediglich eine Absonderung von Sternenstaub, wie «heise» zusammenfasst. Nach der Abkühlung von Beteigeuze formte sich dieser zu einer Staubwolke zwischen der Erde und dem Himmelskörper.

Beteigeuze
Eine Kombo veranschaulicht, wie der Rote Riese Beteigeuze eine grosse Menge heisses Material abstösst, dieses ausserhalb des Sterns abkühlt und ihn dann als dunkle Wolke verdunkelt. Foto: E. Wheatley/NASA/ESA/dpa - dpa-infocom GmbH

Weder die bisher vermuteten Sternenflecken noch das Ende des Sterns in rund 100'000 Jahren konnten sich also bewahrheiten. Die neuen Erkenntnisse basieren auf Aufnahmen des Very Large Telescope (VLT) und der Europäischen Südsternwarte (ESO). Ein tatsächliches Ableben des Gestirns scheint demnach noch viel weiter entfernt, als erwartet.

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