Der bekannte US-Biologe und Evolutionsforscher Edward O. Wilson ist tot.
Edward O. Wilson im Jahr 2012
Edward O. Wilson im Jahr 2012 - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Wissenschaftler wurde oft als «Darwin der Moderne» bezeichnet.

Der häufig als «Darwin der Moderne» bezeichnete Wissenschaftler starb am Sonntag im Alter von 92 Jahren im US-Bundesstaat Massachusetts, wie seine Stiftung am Montag mitteilte. Wilson hatte sich zunächst als Ameisenforscher einen Namen gemacht, untersuchte dann aber auch das Sozialverhalten von Vögeln, Säugetieren und Menschen.

Der langjährige Professor an der Elite-Universität Harvard gab 1975 mit seinem Werk «Sozialbiologie» einer wissenschaftlichen Disziplin ihren Namen. Umstritten war dabei seine im letzten Kapitel aufgestellte These, das menschliche Verhalten sei weitgehend genetisch bestimmt.

In späteren Jahren wandte sich Wilson immer mehr dem Umweltschutz zu und warnte vor der Zerstörung der Biodiversität durch den Menschen. Der Biologe schrieb im Laufe seiner wissenschaftlichen Laufbahn hunderte Fachartikel und mehr als 30 Bücher. Für zwei der Bücher - «Biologie als Schicksal» und «Die Ameisen» - wurde er mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

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