Zwei Menschen sind vergangene Woche in Ostwestfalen erschossen worden. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter, der Tatverdächtige schweigt.
Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei am Tatort in Espelkamp. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei am Tatort in Espelkamp. Foto: Moritz Frankenberg/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Fall einer durch Schüsse in Espelkamp in Ostwestfalen getöteten 51-jährigen Frau und ihres ebenfalls getöteten Bruders (48) laufen die Ermittlungen der Polizei weiter.

Zur Frage der Tatwaffe und zu den Hintergründen der Tat vom vergangenen Donnerstag macht die Staatsanwaltschaft Bielefeld derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Der 52-jährige Tatverdächtige aus Niedersachsen sitzt seit vergangenem Freitag wegen zweifachen Totschlags in Untersuchungshaft und schweigt. Ob es sich um Mord oder Totschlag handelt, sei ebenfalls Teil der noch laufenden Ermittlungen, sagte Staatsanwalt Christopher York am Dienstag auf Nachfrage. Nach bisherigen Angaben der Ermittler soll der Mann mit türkischem Pass seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und seinen Schwager getötet haben.

Rund sechs Stunden nach der Tat wurde der mutmassliche Täter aus Diepenau an seinem Wohnort in Niedersachsen, rund 13 Kilometer entfernt von Espelkamp, gefasst. Nach Angaben der Ermittler war er zuvor polizeilich nicht aufgefallen. Das Motiv soll im familiären Bereich liegen.

Das Strafgesetzbuch unterscheidet zwischen Totschlag und Mord. Für einen Mord müssen bestimmte Merkmale erfüllt sein. Dazu zählen unter anderen Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier oder andere niedrige Beweggründe, Heimtücke oder das Verdecken einer anderen Straftat.

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