Zwei Migranten sterben bei Überfahrt nach Grossbritannien
An der nordfranzösischen Küste sind zwei Migranten bei der versuchten Überfahrt nach Grossbritannien ums Leben gekommen. Ein weiterer Migrant sei unterkühlt in eine Klinik nach Dunkerque gebracht worden, teilte die Präfektur mit.

Rund 30 Flüchtlinge hätten vor dem Strand von Gravelines versucht, auf ein grosses Schlauchboot zu gelangen. Viele standen dabei bis zu den Schultern im kalten Wasser oder rutschten von dem Boot wieder herunter. Französische Rettungskräfte bargen acht der Flüchtlinge. Nach einem Vermissten werde noch gesucht, berichtete die Zeitung «La Voix du Nord».
In grosser Zahl überqueren Migranten seit Jahren von Nordfrankreich aus in kleinen Booten den Ärmelkanal, um Grossbritannien zu erreichen. London versucht seit längerem, die Migration auch mit französischer Hilfe einzudämmen, und zahlt dafür Millionensummen an Paris. Ein entsprechender Vertrag zwischen beiden Ländern wurde am Dienstag zunächst für zwei Monate verlängert, während Gespräche über dessen künftige Ausgestaltung andauern.
Knapp 41.500 Migranten erreichten nach britischen Angaben im vergangenen Jahr nach der gefährlichen Überfahrt über die Meerenge Grossbritannien. Dort werden die Migration und Massnahmen zu ihrer Begrenzung seit langem hitzig debattiert. Rechtspopulisten und Konservative forderten zuletzt ein härteres Vorgehen.










