Stadt Zürich

Teil-vegane «Klimawurst» spaltet Besucher im Zoo Zürich

Plötzlich steckt Erbsenprotein drin! Die neue «Klimawurst» im Zoo Zürich erhitzt die Gemüter – obwohl sie immer noch zu 80 Prozent aus Fleisch besteht.

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Der Zoo Zürich setzt auf nachhaltigeres Essen – die Reaktionen könnten unterschiedlicher kaum sein. - Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Zoo Zürich hat die Kalbsbratwurst durch eine nachhaltigere Alternative ersetzt.
  • Neu enthält die Wurst 20 Prozent Erbsenprotein – der Umwelt zuliebe.
  • Im Nau.ch-Video gehen die Meinungen zur neuen «Klimawurst» auseinander.

Kalbsbratwurst adé – jetzt kommt die «Klimawurst»!

Im Zoo Zürich schlagen die Wellen hoch: Die klassische Bratwurst steht plötzlich auf der Abschussliste.

Statt reinem Fleisch kommt neu eine Mischung auf den Speiseplan – mit rund einem Viertel Bio-Erbsenprotein. Für viele ein Schock, für andere ein cleverer Schritt Richtung Zukunft.

Und es trifft nicht nur die Bratwurst: Auch Cervelats, Wienerli und sogar das Hackfleisch im Chili con Carne werden «umgerüstet».

Der Zoo macht Ernst mit seinen Nachhaltigkeitszielen. «Naturschutz beginnt auf dem Teller», heisst es vom Zoo.

Die Idee dahinter: Produkte mit Erbsenprotein kommen geschmacklich erstaunlich nah an Fleisch heran. Und haben damit das Potenzial, selbst eingefleischte Fleischfans zu überzeugen.

«Ich will einfach normale Bratwurst essen»

In der Nau.ch-Umfrage vor Ort zeigt sich, wie sehr die «Klimawurst» polarisiert:

Frank (44) zeigt sich kritisch: «Ich persönlich finde es nicht so gut, weil man so alle Leute in die vegetarische Richtung drängt», sagt er. Er findet, jeder solle selbst entscheiden dürfen, ob er Fleisch oder eine vegetarische Alternative isst.

Und Max (72) winkt gleich ganz ab. Probieren kommt für ihn gar nicht erst infrage: «Nein danke. Ich will einfach normale Bratwurst essen.»

Würdest du die neue «Klimawurst» auch probieren?

Diejenigen, die die Wurst schon probiert haben, zeigen sich positiv überrascht. Fabian war zunächst skeptisch und dachte, er würde sofort einen Unterschied rausschmecken: «Aber nein, ich habe eigentlich keinen Unterschied geschmeckt», so der 75-Jährige.

Auch Vanessa (34) ist vollends begeistert und lobt vor allem die Textur: «Es war knackig!» Nur das Chili im Chili con Carne war ihr einen Tick zu scharf.

Einzig die achtjährige Serafina ist überzeugt: Sie hat die Erbsen sofort rausgeschmeckt!

Zoo kontert mit Zahlen

Der Zoo lässt sich von negativer Kritik nicht beirren.

Und kontert mit Zahlen: Jede «Klimawurst» spart nämlich rund 590 Gramm CO₂. Hochgerechnet sind das 60 Tonnen CO₂ pro Jahr auf 100'000 verkaufte Würste. So viel wie 233 Autofahrten von Zürich nach Rom.

Dazu kommt: Der Klimafussabdruck sinkt um satte 45 Prozent.

Kommentare

User #4360 (nicht angemeldet)

Das ist ungeheuerlich eine vom Staat unterstützte also von uns schreibt seinen Kunden vor was sie zu essen haben, ich ging bis dahin alle Jahre 2 mal in Zoo inkl. Bratwurst mit Pommes mit dabei waren oft meine Enkel jetzt gehen wir nicht mehr in diesen Zoo und es freut sich der Walter Zoo und der Kinderzoo Rapi an unserem Geld sprich Verdienst.

User #2556 (nicht angemeldet)

Ich nehme dann halt echtes Bündnerfleisch eigenem Getränk mit um mich im Zoo zu verpflegen. Umsatz mache ich dort nur noch mit dem Eintrittsticket. Gruass vum Grischun

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