Nicht überall ist die Skepsis gegenüber einer Corona-Impfung gross: In Griechenland möchten sich rund zwei Drittel der Bevölkerung impfen lassen.
Griechenland Corona
Corona-Schutzmassnahmen am Strand von Santorini. (Archiv) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In vielen Ländern herrscht grosse Skepsis bezüglich der Corona-Impfung.
  • Griechenland tanzt aus der Reihe: So möchten sich hier rund zwei Drittel impfen lassen.
  • Gleichzeitig macht Griechenland den Spagat zwischen Lockdown und Normalität.

In Griechenland sind gemäss Umfrage inzwischen über zwei Drittel der Bevölkerung bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Nur 27 Prozent äusserten Bedenken oder lehnten eine Impfung ganz ab.

Damit hat sich die Stimmung gewendet: Bei einer ähnlichen Umfrage im September hatten noch 42 Prozent geantwortet, keine Impfung machen zu lassen. In Griechenland ist das öffentliche Leben wegen der Pandemie weitgehend eingeschränkt.

Coronavirus - Griechenland
War einmal: Menschen baden am Samstag, 16. Mai, im Mittelmeer am Strand von Alimos in der Nähe von Athen. - dpa

Neben Lebensmittelgeschäften und Apotheken haben nur Buchhandlungen und Friseure unter strengen Auflagen geöffnet.

Neues Konzept «Click Away»

Für andere kleine Geschäfte gilt: Wer im Schaufenster oder im Internet ein Produkt entdeckt, das er möchte, muss er zunächst das Geschäft kontaktieren. Daraufhin kann er seinen Einkauf zu einer vorgegebenen Zeit abholen. Bezahlt wird per Karte. Einkaufszentren sind geschlossen.

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Blick auf griechische Bauten. (Archivbild) - SDA

Keine Partys – anderer Ausgang mit Meldepflicht weiterhin möglich

Wer auf die Strasse möchte, muss per SMS den Zivildienst informieren. Möglich sind etwa Arztbesuche, Einkäufe im Supermarkt oder die Versorgung von älteren Familienmitgliedern.

Auch sportliche Betätigung oder der Spaziergang mit dem Hund fallen unter die Ausnahmeregelung. Der Lockdown gilt derzeit bis zum 7. Januar.

Griechenland mit seinen elf Millionen Einwohnern war bis Ende Oktober nicht so stark von Corona betroffen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen in die Höhe. Das Gesundheitssystem geriet an seine Grenzen. Nach offiziellen Zahlen starben an oder mit dem Virus bislang mehr als 4100 Menschen.

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