Die Zahl der Schönheitsoperationen ist in Deutschland auch im zweiten Pandemiejahr gestiegen. Mehr als 93'800 Eingriffe wurden vorgenommen.
Frau mit rotem Lippenstift
Frau mit rotem Lippenstift - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Im zweiten Pandemiejahr 2021 wurden in Deutschland über 93'800 Schönheit-OPs gemacht.
  • Das sind 15 Prozent mehr Behandlungen als im Vorjahr.
  • Besonders bei Fettabsaugungen und Brustvergrösserungen gab es einen deutlichen Anstieg.

Ästhetische Behandlungen nahmen im vergangenen Jahr in Deutschland um rund 15 Prozent zu. Dies gab die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) am Freitag zu ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin bekannt. Nach rund 81'500 Eingriffen im Vorjahr wurden in 2021 mehr als 93'800 Schönheitsoperationen bei den Mitgliedern der Vereinigung registriert.

Meiste Behandlungen im Gesicht

Spitzenreiter waren erneut Behandlungen im Gesicht. Dabei führen die sogenannten minimalinvasiven Eingriffe am Gesicht wie beispielsweise Faltenbehandlung mit Botox die Statistik an. Von diesen Eingriffen wurden mehr als 27'000 gemacht. Auf dem zweiten Platz liegen die Behandlungen mit Hyaluronsäure und sogenannten Fillern mit fast 21'600 Eingriffen.

Schönheitsoperation
Im Lockdown sind Schönheitsoperationen angesagt. Foto: Georg Ismar/dpa - dpa-infocom GmbH

Es folgen Fettabsaugungen bei Männern und Frauen. Dies nahmen 2021 im Vergleich zum Vorjahr mit 32,6 Prozent um rund ein Drittel zu. Mit 25,7 Prozent um ein Viertel nahmen auch Lippenkorrekturen zu. Die Zahl der Brustvergrösserungen stieg im zweiten Coronajahr um 22 Prozent.

VDÄPC-Präsident Steffen Handstein führt den neuerlichen Anstieg bei den ästhetischen Eingriffen auch auf das Homeoffice zurück. Ebenfalls beigetragen habe die vermehrte Nutzung von Videokonferenzen und das Maskentragen. «Gerade in Krisenzeiten wünschen sich viele Patientinnen und Patienten eine frische und wache Ausstrahlung», erklärte Handstein.

Auch zunehmend Männer unterziehen sich Schönheits-OPs

Selbst Männer lassen demnach zunehmend minimalinvasive Eingriffe im Gesicht zu. Im vergangenen Jahr gab es hier einen Anstieg um rund 24 Prozent. So gab es bei Männern vermehrt Behandlungen von Mimikfalten wie beispielsweise der Zornesfalte.

Auch die ästhetisch-plastischen Eingriffe stiegen 2021 insgesamt wieder, und zwar um 17 Prozent. Auffallend im zweiten Coronajahr waren dem Verband zufolge die vermehrten Fettabsaugungen. Bei Frauen gab es hier rund 31 Prozent mehr Eingriffe, bei Männern sogar rund 36 Prozent mehr. Handstein vermutet als Ursache vor allem die Gewichtszunahme im Homeoffice.