Zuerst kein Signal: Peilsender des Wals sendet erstmals Standort
Wal Timmy ist auf dem Weg Richtung Atlantik. Er wurde von der Sandbank befreit und in eine Spezial-Barge gebracht.

Das Wichtigste in Kürze
- Wal Timmy wurde nach 28 Tagen auf der Sandbank in eine Barge gebracht.
- Darin ist er jetzt auf dem Weg in den Atlantik.
- Dort soll er in der Nähe einer Buckelwal-Herde in Freiheit gelassen werden.
Timmy ist auf dem Weg in die Freiheit: Der Wal konnte von der Sandbank befreit und in eine Barge gebracht werden. Das «Wassertaxi» hat die Ostsee erreicht.
Der Meeressäuger soll in der Nordsee in der Nähe einer bereits gesichteten Buckelwal-Herde ausgesetzt werden. Die genaue Route und der Ort der Freilassung sind geheim.
Am Freitagabend schien es einen Freilassungsversuch zu geben. Das Netz der Barge wurde entfernt, Retter versuchten, den Wal aus seinem Wassertaxi zu locken, jedoch ohne Erfolg.
Im Nau.ch-Ticker bleibst du über Timmys Weg in die Freiheit auf dem Laufenden.
Wal-Peilsender sendet Standort
16.19: Erstmals hat der am freigelassenen Wal angebrachte Peilsender einen Standort versandt. Das berichtet die «Bild Zeitung».

Demnach ist der gerettete Ostsee-Wal in der Nordsee in die richtige Richtung unterwegs. Allerdings ist anzunehmen, dass der Peilsender selbst bei der Freilassung des Wals Schaden genommen hat.
Das würde erklären, warum bis anhin keine Daten übermittelt werden konnten.
Weiter keine Angaben zu Senderdaten
13.25: Seit dem Morgen ist der mehrfach an Ostsee-Küsten gestrandete Buckelwal wieder im offenen Meer – doch die angekündigten Senderdaten zu seinem Weg fehlten auch am Mittag weiter.
Die Peildaten seien bei der Initiative mehrfach angefordert worden, hätten aber auch am Mittag noch immer nicht vorgelegen, teilte Eva Klaussner-Ziebarth, Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, mit.

Auch Umweltminister Till Backhaus ging in einem Statement beim Livestream-Anbieter News5 darauf ein:
«Was mich wirklich ärgert, ist ausdrücklich: Es war vereinbart, dass uns die Daten übermittelt werden, damit wir ihn auch begleiten können. (...) Uns sind bis heute keine Daten zur Verfügung gestellt worden.»
Im Übrigen sei auch vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf der Barge installiert wird, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten können – «auch das ist nicht erfolgt».
Es könnten vorerst keine Angaben zur Schwimmrichtung des Wals gemacht werden, sagte die Rechtsanwältin der privaten Initiative zum Transport des Wals, Constanze von der Meden, am Vormittag der Deutschen Presse-Agentur.
Welche Probleme es konkret gab, blieb zunächst unklar.
Wal wieder im Meer – aber bisher keine Senderdaten
11.10: Der Buckelwal ist wieder im offenen Meer – in welche Richtung er schwimmt, blieb zunächst aber unklar.
«Peildaten sind bei der Initiative mehrfach angefordert worden. Bislang haben wir nichts», teilte Eva Klaussner-Ziebarth, Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, mit.
Die Fachleute hätten gerade noch mal um die Herausgabe der Daten bis heute Mittag gebeten.

Vorerst lägen ihm noch keine Daten vor, erklärte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, am Vormittag.
Die Allgemeinheit wird seinen Weg ohnehin nicht verfolgen können: Die Informationen, wo sich der Wal befinde, würden nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, hatte die Rechtsanwältin der Initiative, Constanze von der Meden, gesagt.
Timmys Kompass stimmt
10.12: Buckelwal Timmy schwimmt in der Nordsee selbstständig weiter – und offenbar in die richtige Richtung. Das bestätigte Karin Walter-Mommert von der Rettungsinitiative der Nachrichtenagentur AFP.
Schlepper-Kapitän soll Freilassung angeordnet haben
09.54: Der Kapitän des Schleppers «Fortuna B» soll laut einem Bericht der «Bild» die Freilassung des Wals angeordnet haben. Diese habe jedoch offenbar nicht an dem Ort stattgefunden, den die Rettungsinitiative ursprünglich vorgesehen hatte.
Der Wal ist frei!
09.15: Timmy ist nach Angaben der verantwortlichen Privatinitiative inzwischen in der Nordsee freigelassen worden. Auch Bilder des Livestream-Anbieters «News5» zeigen dies.
Gegen 9 Uhr sei der Wal nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte ein Mitglied des Teams.

Laut «Bild» wurde der Wal nach seiner Freilassung noch einmal neben der «Fortuna B» gesichtet. Dabei habe er eine Wasserfontäne ausgestossen und sei anschliessend abgetaucht.
Nach Angaben der Retter trägt der Wal seit Freitag zudem einen Peilsender, um seine Bewegungen verfolgen zu können.
Buckelwal-Konvoi am Morgen weiterhin auf Kurs in der Nordsee
07.59: Der Schiffskonvoi zur Freisetzung des mehrmals an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals ist am frühen Samstagmorgen auf Kurs in der Nordsee.
Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren weiterhin nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks in Richtung Norwegen, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war.

Die Freisetzung des Wals sollte an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen. Zum Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend befand sich das Tier noch in der Barge – einem Lastkahn ohne eigenen Antrieb, der von dem Schlepper gezogen wird.












