Woraus lässt sich Energie gewinnen? Ein Zoo in Grossbritannien stellt ein Projekt vor, mit dem sich 220 Tonnen CO2 sparen lassen. Im Jahr.
Dung wird entladen: Aus Kot gewinnt ein britischer Zoo künftig zwar kein Gold, aber dafür Energie. Foto: Paul Collins/Marwell Wildlife/PA Media/dpa
Dung wird entladen: Aus Kot gewinnt ein britischer Zoo künftig zwar kein Gold, aber dafür Energie. Foto: Paul Collins/Marwell Wildlife/PA Media/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Aus Kot gewinnt ein britischer Zoo künftig zwar kein Gold, aber dafür Energie.

Die Fäkalien gefährdeter Tierparkbewohner wie Grevyzebra, Säbelantilope und Somali-Wildesel würden genutzt, um das Tropenhaus und andere grosse Gebäude zu heizen, teilte der Marwell Zoo im südenglischen Winchester am Freitag mit.

«Unsere weltweit erste Initiative nutzt die Kraft von Zoo Poo!», schrieb der Tierpark. «Poo» ist ein umgangssprachliches englisches Wort für «Kot». Das soll dazu beitragen, jährlich 220 Tonnen CO2 einzusparen und 2022 kohlenstoffneutral zu werden.

«Die dringende Notwendigkeit, die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu reduzieren und diese kohlenstoffreichen Quellen im Boden zu belassen, bedeutet, dass wir nicht schnell genug handeln können, um die Ölheizungen in diesen Gebäuden zu ersetzen», sagte Duncan East, der Nachhaltigkeitsbeauftragte des Zoos. Bisher seien 600 Tonnen Tierkot zum Kompost gebracht worden, was zu erheblichen CO2-Transportkosten geführt habe. Daher sei die Idee mit Biomasse entstanden. Die tierischen Hinterlassenschaften von Antilope, Zebra und Co. werden nun jeden Morgen gesammelt, zerkleinert und gemischt und schliesslich getrocknet und zu Briketts gepresst.

Im Tropenhaus bleibt es damit auch künftig tropisch warm - dort wohnen unter anderem verschiedene Vögel, ein Zweifinger-Faultier oder Warane.

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