Wurden Teile des Friedensplans aus dem Russischen übersetzt?

Sina Barnert
Sina Barnert

USA,

Der Friedensplan von Russland und den USA sieht massive Zugeständnisse der Ukraine vor. Nun zeigt sich: Teile daraus könnten aus dem Russischen übersetzt sein.

Friedensplan
Ein von den USA und Russland ausgehandelter neuer Friedensplan will die Ukraine zu massiven Zugeständnissen zwingen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Russland haben einen Friedensplan für den Ukraine-Krieg ausgearbeitet.
  • Dieser sieht grosse Zugeständnisse der Ukraine vor und wirkt russlandfreundlich.
  • Nun zeigt sich: Teile des Plans könnten aus dem Russischen übersetzt sein.

Die US-Regierung um Präsident Donald Trump hat einen Friedensplan für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine präsentiert.

Der Plan umfasst ein 28 Punkte schweres Abkommen, welches einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland absichern soll.

Doch der neue Plan steht in der Kritik, denn: Er sieht eine faktische Kapitulation Kiews vor, finden Experten.

Findest du den Friedens-Plan der USA und Russland sinnvoll?

Kein Nato-Beitritt der Ukraine, ein auf 600'000 Mann beschränktes Heer. Und: Die Krim und die ebenfalls besetzten ukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk werden als faktisch russisch anerkannt.

Kurzum: Der neue Plan für einen Frieden in der Ukraine liest sich wie eine Wunschliste des russischen Machthabers Wladimir Putin.

Teile des Friedensplans scheinen aus dem Russischen übersetzt zu sein

Und tatsächlich scheinen zumindest Passagen des 28-Punkte-Dokuments aus dem Russischen ins Englische übersetzt worden zu sein. Das jedenfalls will der britische «Guardian» bei einer Sprachanalyse herausgefunden haben.

Für die Zeitung offenbar auffällig: «An mehreren Stellen würde die Sprache auf Russisch funktionieren, wirkt jedoch auf Englisch seltsam.»

Ein Beispiel dafür sieht das Medium in der englischen Formulierung «It is exepected» (Es wird erwartet). Dies sei eine «klobige Passivkonstruktion», die im Russischen allerdings funktionieren würde.

Das Weisse Haus hat inzwischen bestätigt, dass das Dokument von Kirill Dmitrijew, einem Putin-Gesandten, mitverfasst wurde. Dieser hatte sich in Miami mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff getroffen, um einen Deal auszuarbeiten.

Kommentare

User #2162 (nicht angemeldet)

Ohne Zugeständnisse gibt es kein Ende des Krieges, sonst hätte er schon gar nie angefangen. Solange Europa stur auf einem ukrainischen Beitritt zur Nato beharrt, um nach dem russischen Truppenabzug aus der Ukraine Abschussbasen für Langstreckenraketen Richtung Russland aufstellen zu können, bleibt leider auch Putin stur.

User #3094 (nicht angemeldet)

Lyman kurz vor Fall.

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