Studie

    Musik hilft beim Bewältigen von Krisenzeiten

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    Deutschland,

    Nun ist es wissenschaftlich belegt: Musik hilft durch Krisenzeiten. Eine Studie zeigt den Einfluss von Musik auf unser Verhalten während der Pandemie.

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    Musik hilft durch Krisenzeiten wie die Corona-Pandemie. (Symbolbild) - dpa/Christin Klose

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei der Bewältigung von Krisen kann Musik helfen.
    • Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, in der Menschen im Lockdown befragt wurden.
    • Dabei wird auch unterschieden in Musikhören und Musikmachen.

    Musik hilft Menschen, besser durch Krisen wie etwa die Corona-Pandemie zu kommen. Das belegt eine Studie des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in Frankfurt am Main. Bei den Nachforschungen wurden Menschen aus sechs Ländern auf drei Kontinenten befragt.

    Während des ersten Lockdowns von April bis Mai 2020 wurden demografisch repräsentative Stichproben erhoben: Über 5000 Menschen aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Indien und den USA beantworteten online Fragen. Und zwar zu ihrem Umgang mit Musik während der Krise.

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    Musik hilft und durch eine Krise. - Pixabay

    «Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Musik zur Bewältigung emotionaler und sozialer Stressfaktoren zu verwenden.» Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Humanities and Social Sciences Communications».

    «Bemerkenswert ist, dass nicht die Musik selbst als Bewältigungshilfe dient, sondern das musikbezogene Verhalten. Also die Art und Weise, wie die Menschen ihren Umgang mit Musik in der Krise verändert haben.» Das erklärte Melanie Wald-Fuhrmann, Direktorin an dem Max-Planck-Institut. «Musikhören und Musikmachen bieten dabei unterschiedliche Bewältigungspotenziale.»

    Regulierung von Depressionen, Angst und Stress

    Menschen mit pandemiebedingt stärkeren negativen Emotionen setzten Musik demnach in erster Linie zur Regulierung von Depressionen, Angst und Stress ein. Diese Strategie komme besonders beim Musikhören zum Einsatz. Menschen mit einer vorwiegend positiven Grundstimmung nutzten Musik dagegen vor allem als Ersatz für soziale Interaktionen.

    Ihnen vermittle Musik sowohl beim Zuhören als auch beim Musizieren ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Beim Musizieren könne die Musik darüber hinaus als «Mittel zur Selbstreflexion» dienen.

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    Für Schülerinnen und Schüler vor der 6. Klasse sowie für Berufslernende besteht kein kostengünstiges Angebot an Instrumentalunterricht im Kanton. (Symbolbild) - keystone

    Eine besondere Rolle spielte dabei die «Corona-Musik». Also neu komponierte Stücke über die Pandemie oder alte Songs, deren Texte mit Corona-Bezug überarbeitet wurden. Das Interesse an solchen Stücken trug bei, dass ein Mensch die Beschäftigung mit Musik in der Krise als hilfreich empfand.

    «Corona-Musik» biete die Möglichkeit, kollektiv auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren und stärke damit die Widerstandsfähigkeit des Einzelnen und der Gemeinschaft.

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