Wirtschaftsforscher: Abschwung endet am Jahresende

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin rechnet mit einem Ende des Wirtschaftsabschwungs im letzten Quartal dieses Jahres.

    Nachdenklich: Arbeiter auf einem Werftgelände zwischen seinen Kollegen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht die Konjunktur auf Talfahrt. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
    Nachdenklich: Arbeiter auf einem Werftgelände zwischen seinen Kollegen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht die Konjunktur auf Talfahrt. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland gegenüber dem Vorquartal aus Sicht des DIW erneut um 0,2 Prozent gesunken sein.

    Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hätten sich zuletzt stabilisiert, teilte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen am Mittwoch mit. «Ein Abrutschen in eine tiefere Rezession ist derzeit also weniger wahrscheinlich geworden.»

    Im dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland gegenüber dem Vorquartal aus Sicht des DIW erneut um 0,2 Prozent gesunken sein. In den letzten drei Monaten 2019 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich stagnieren, hiess es.

    Dennoch bleibe die Lage unsicher. Sowohl der Handelskonflikt zwischen den USA und China als auch der Brexit seien weder gelöst noch vollzogen. «Sollte es doch noch zu einem ungeregelten Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU kommen, würde das die deutsche Wirtschaft zu spüren bekommen», betonte Michelsen.

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte sich zuvor deutlich pessimistischer geäussert. Die Geschäftserwartungen der Firmen hätten einen deutlichen Einbruch erlitten, teilte der Verband mit. Die Unternehmen investierten weniger. Vor allem die exportorientierte deutsche Industrie werde von der Schwäche der Weltwirtschaft belastet.

    Der DIHK rechnet nun für das Gesamtjahr 2019 nur mit einem Plus des BIP von 0,4 Prozent. Im vergangenen Herbst war der Verband noch von einem Wachstum von 1,7 Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr könnte es für ein Plus von 0,5 Prozent reichen. Allerdings hat das nächste Jahr mehr Arbeitstage.

    Die Bundesregierung wiederum erwartet wie auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von 0,5 Prozent im laufenden Jahr und 2020 ein Wachstum von 1,0 Prozent.

    Kommentare

    Weiterlesen

    SRF
    23 Interaktionen
    Satire-Video
    KI
    62 Interaktionen
    Wegen KI

    MEHR IN NEWS

    Mörschwil SG
    Mörschwil SG
    Mörschwil SG

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    14 Interaktionen
    Flensburg
    Rhein
    13 Interaktionen
    Köln/Kaub
    Tanken
    20 Interaktionen
    Berlin
    Reinhard Mey
    16 Interaktionen
    13 Lieder