In den Nullerjahren galten sie als Ikonen des britischen Indie-Rock - 15 Jahre später gibt es sie immer noch: Die Kooks haben ein neues Album.
HANDOUT - Die britische Band The Kooks um den Sänger Luke Pritchard (M, undatierte Aufnahme). Ihr neues Album «10 Tracks To Echo In The Dark» soll am 22.07.2022 erscheinen. Foto: Paul Johnson/Beats International/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über das Album und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
HANDOUT - Die britische Band The Kooks um den Sänger Luke Pritchard (M, undatierte Aufnahme). Ihr neues Album «10 Tracks To Echo In The Dark» soll am 22.07.2022 erscheinen. Foto: Paul Johnson/Beats International/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über das Album und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - sda - Keystone/Beats International/Paul Johnson
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Das Wichtigste in Kürze

  • «Ich fing damit an, immer so drei, vier Tage am Stück in Berlin zu verbringen», sagte Frontmann Pritchard.

In den Nullerjahren galten sie als Ikonen des britischen Indie-Rock - 15 Jahre später gibt es sie immer noch: Die Kooks haben ein neues Album. An diesem Freitag (22. Juli) kommt «10 Tracks To Echo In The Dark» auf den Markt. Dank Sänger Luke Pritchard klingt die Band zwar streckenweise immer noch so wie damals, als es kaum eine Tanzfläche gab, auf der nicht «She Moves In Her Own Way» lief. Die Aura der Studentenband aus Brighton aber haben die Musiker inzwischen abgelegt. Das Album entstand zum Teil in Berlin.

«Ich war echt betroffen vom Brexit und wollte schon auch ein Statement machen, indem wir eine europäische Platte aufnehmen. Wir sind eine europäische Band, wir haben da draussen praktisch überall gelebt. Wir lieben Europa einfach so sehr, dass wir diese Verbindung bewahren wollten.»

Als Corona die Welt im März 2020 allerdings lahmzulegen begann, kehrte Pritchard nach Grossbritannien zurück und arbeitete fortan per Zoom mit dem Produzenten Tobias Kuhn zusammen - bis der schliesslich nach London fliegen und mit Pritchard und dem Rest der Band, Gitarrist Hugh Harris und Drummer Alexis Nunez, ins Studio gehen konnte.

Klanglich bewegt sich die Band mit ihrem sechsten Studioalbum nicht nur auf einem Streifzug durch Europa, sondern auch auf einem durch die Zeit. Ihre typischen Indie-Töne aus den Nuller-Jahren mischen sich dabei mit Synthesizer-Pop aus den Achtzigern und Funk. Streckenweise erinnert die Platte ein wenig an Depeche Mode oder A-ha, ihre Wurzeln verleugnet die Band allerdings nicht. Womöglich nicht zuletzt deshalb hat sie einen Song des Albums «Oasis» genannt - wie die Britpop-Giganten schlechthin.

Pritchard hat nach Angaben seiner Plattenfirma inzwischen geheiratet und ist zum ersten Mal Vater geworden. Darum sei nun ein Mann zu hören, «der seine Dämonen hinter sich gelassen hat und positiv in die Zukunft blickt». Pritchard selbst sagte: «Ich hoffe wirklich, dass dieses Gefühl des inneren Friedens rüberkommt.»

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