Nachhaltigkeit: Bei diesen Geräten gibt es am meisten Sparpotential
Nachhaltigkeit: Schweizer Haushalte verbrauchen viel Strom im Alltag. Hier erfahren Sie, welche Stromfresser es gibt und wie Sie einfach Energie sparen.

Das Wichtigste in Kürze
- Schweizer Haushalte verursachen ein Drittel der Gesamtenergie der Schweiz.
- Smartphones verbrauchen im Jahr nur circa zwei Kilowattstunde.
- Zwei Kilowattstunde entsprechen etwa einer fünfminütigen Warmdusche.
In der Schweiz verbrauchen die Haushalte knapp ein Drittel der Gesamtenergie. Das ist etwa so viel wie der ganze Verkehr in der Schweiz verbraucht. Ein Anteil daran haben die Durchschnittlich 50-100 Haushaltsgeräten, die in Schweizer Haushalten stehen.
Wie viel und welche Haushaltsgeräte besonders viel Strom fressen ist man sich oft nicht bewusst. Hier erfahren Sie welche Haushaltsgeräte besonders ineffizient sind und mit welchen Massnahmen Sie ihre Haushaltsgeräte effizienter nutzen.
So werden Leistung und Energie gemessen
Wenn man herausfinden will, wie viel Energie Haushaltsgeräte verbrauchen, muss man verstehen, wie der Verbrauch gemessen wird. Die weltweit meist verwendete Einheit ist die Kilowattstunde (kWh). Dabei sollte man den Unterschied zwischen Kilowatt (kW) und Kilowattstunde (kWh) kennen.
Kilowatt (kW) ist eine Einheit für die Leistung, also wie stark ein Gerät ist. Kilowattstunde (kWh) ist eine Einheit für die Energie, also wie viel Strom insgesamt verbraucht wird. Diese beiden Grössen hängen zusammen. Den die verbrauchte Energie (kWh) berechnet sich aus der Leistung (kW) mal der Zeit (h), in der ein Gerät läuft.
Laut dem Elektrizitätswerk des Kantons Zürich (EKZ) verbraucht ein Zweipersonenhaushalt in einer Wohnung mit mittlerem Stromverbrauch 2000 kWh pro Jahr. Eine mehrköpfige Familie in einem Einfamilienhaus kommt bei mittlerem Verbrauch auf rund 5000 kWh pro Jahr.
Die Küche ist der «place to be» für Stromfresser
In der Küche findet man in Schweizer Haushalten die meisten elektronischen Geräte. Neben der Heizung ist sie deshalb der Ort mit dem zweithöchsten Energieverbrauch. Allerdings hat man hier die Möglichkeit, täglich viel Energie zu sparen.
Der Backofen verbraucht im Jahr durchschnittlich 70kWh. Wenn man statt mit Ober- und Unterhitze mit Umluft backt, lassen sich rund 15 Prozent Energie sparen. Zudem lohnt es sich, die Restwärme zu nutzen und den Backofen die letzten zehn Minuten früher auszuschalten.

In vielen Haushalten ist der Kühlschrank auf fünf Grad eingestellt. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass sieben Grad ausreichen, um Lebensmittel ausreichend zu kühlen. Dadurch können etwa sechs Prozent Energie eingespart werden.
Das grösste Einsparpotenzial gibt es bei der Geschirrspülmaschine. Sie benötigt im Jahr bis zu 300 kWh, während der Eco-Waschgang nur etwa 150 kWh verbraucht. Das entspricht einer Ersparnis von rund 50 Prozent. Trotzdem ist die Geschirrspülmaschine in der Regel effizienter als das Abwaschen von Hand unter heissem Wasser.
Manchmal reicht auch ein Waschgang mit 20 Grad
Wir wollen, dass unsere Kleidung sauber und gut riechend aus der Waschmaschine kommt. Das erreicht man auch mit weniger Grad. Sind die Kleider oder Textilien nicht stark verschmutzt, kann man statt bei 60 Grad auch bei 20 Grad waschen. Heutzutage sind Waschmittel so entwickelt, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen ihre volle Wirkung entfalten.

Kleine Elektrogeräte verbrauchen wenig Energie
Elektronische Geräte wie Smartphones, Fernseher oder Computer verbrauchen bei der Nutzung im Vergleich relativ wenig Strom. So verbraucht ein Smartphone pro Jahr nur etwa zwei kWh, was ungefähr einer fünfminütigen Warmdusche entspricht.

Elektronische Geräte benötigen in erster Linie bei der Produktion der Geräte viel Strom. Aus diesem Grund macht es Sinn ein Gerät lange zu nutzen.
Was alle Geräte gemein haben, bei Nichtgebrauch sollte man die Geräte Ausschalten. Dabei kann es helfen, zu Hause möglichst viele Geräte an einer Stromschiene anzuschliessen und bei nicht Gebraucht die Stromschiene auszustecken.















