Er hat Ja gesagt! Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seine langjährige Partnerin Stella Moris in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis geheiratet.
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Wikileaks-Gründer Julian Assange. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Julian Assange hat seiner Partnerin Stella Moris das Jawort gegeben.
  • Ob sie den Namen des Wikileaks-Gründers annimmt, ist unklar.

Der seit rund drei Jahren in London inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seine langjährige Partnerin Stella Moris geheiratet. «Sie sind jetzt Mr. und Mrs. Assange», sagte Assanges Bruder, Gabriel Shipton, nach der Trauung am Mittwochnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Ob die Frischvermählte künftig auch offiziell den Nachnamen ihres Mannes führen wird, war zunächst unklar.

Die Braut kam nach der Trauung im silberfarbenen Hochzeitskleid aus dem Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, wie ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete.

«Bin sehr glücklich»

«Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin sehr glücklich und sehr traurig», sagte sie, nachdem sie vor Reportern eine dreistöckige Hochzeitstorte angeschnitten hatte. «Ich wünschte, er wäre hier», fügte sie mit Blick auf ihren Bräutigam hinzu, mit dem sie nach der Trauung lediglich kurz ein wenig Zweisamkeit geniessen konnte.

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Stella Moris bei ihrer Hochzeit mit Julian Assange. - keystone

Das Paar hatte während Assanges jahrelangem Botschaftsasyl in der Vertretung Ecuadors in London zwischen 2012 und 2019 zusammengefunden - die beiden haben zwei Kinder. Nach Angaben von Unterstützern waren bei der standesamtlichen Trauung nur vier Gäste und zwei Trauzeugen zugelassen.

Die von Assange und Moris lange geplante Hochzeit ist überschattet von der Ablehnung eines Berufungsantrags beim Supreme Court gegen die Auslieferung des gebürtigen Australiers an die USA. Das oberste britische Gericht hatte eine Berufung in der vergangenen Woche als unzulässig abgewiesen. Nun liegt die Entscheidung bei Innenministerin Priti Patel. Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem 50-Jährigen drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft.

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